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CSU-Duo zieht direkt in den Bezirkstag ein

Maderer und Zehmeister lösen das Ticket nach Ansbach — FW und Grüne hoffen - 16.10.2018 11:18 Uhr

Thomas Zehmeister (li.) zieht erstmals in den Bezirkstag ein. © Foto: Scherer


Etwas länger müssen die Kandidaten warten, die über einen Listenplatz in den Bezirkstag einziehen. Wie die FN auf Nachfrage erfuhren, werden die Kandidaten frühestens heute oder sogar erst am Mittwoch feststehen.

Michael Maderer (re.), hier mit einem Parteifreund, gewann erneut das Direktmandat. © Foto: Kohler


Für den Stimmkreis Fürth zieht Michael Maderer (CSU) ins Regionalparlament ein. Die Christsozialen holten, so das vorläufige Endergebnis, 9,1 Prozent weniger Stimmen als bei der Bezirkswahl 2013. Maderer ist deshalb froh, dass er sich mit 30,6 Prozent das Direktmandat dennoch sichern konnte. Gepunktet hat der Zirndorfer vor allem in seiner Heimatstadt, aber auch in Oberasbach und Stein. Besonders freut den 45-Jährigen, dass so viele zur Abstimmung gingen und ein Großteil von ihnen "demokratisch gewählt" hat.

Die Zweitstimmen im Stimmkreis Fürth. © fn


Während die CSU bereits erhebliche Verluste wegstecken musste, fällt das Ergebnis bei der SPD noch schlechter aus. 15 Prozent stehen für die Sozialdemokraten zu Buche; vor fünf Jahren hatten sie noch bei 27,1 Prozent gelegen. Ob SPD-Kandidatin Elke Zahl aus Zirndorf erneut via Liste in den Bezirkstag einzieht, ist deshalb noch ungewiss.

Die Zweitstimmen des Stimmkreises Neustadt-Windsheim/Fürth-Land. © fn


Freuen durften sich, wie schon bei der Landtagswahl, die Grünen. Sie bekamen 19,8 Prozent der Stimmen — ein Zuwachs von 8,9 Prozent. Lydia Bauer-Hechler kann deshalb entspannter sein als ihre SPD-Kollegin: Für die Fürtherin dürfte es nach 2013 wieder reichen.

Jeweils knapp zwei Prozent gewannen FDP (4,9 Prozent) und Linke (6,0 Prozent) hinzu. Die Freien Wähler erreichten 7,8 Prozent (2013: 2,5 Prozent). Die AfD kam auf 10,7 Prozent.

An das Ergebnis seines Parteifreunds und Vorgängers Marco Kistner vor fünf Jahren kam Thomas Zehmeister im Stimmkreis 510 nicht heran: 42,53 Prozent hatte der Veitsbronner Bürgermeister 2013 bei den Erststimmen eingefahren und sich so das Bezirkstagsmandat als Direktkandidat gesichert. Sein Nachfolger, der Gemeinde- und Kreisrat aus Großhabersdorf, erreichte am Sonntag nun 33,71 Prozent. Vor fünf Jahren waren die Zeiten aber noch andere. Die CSU brachte es seinerzeit bei der Bezirkswahl bei den Zweitstimmen auf stolze 45,03 Prozent.

Davon konnte jetzt nicht mehr die Rede sein: 38,43 Prozent standen unter dem Strich. Zehmeister war trotzdem "sehr zufrieden mit dem Ergebnis", das er auch der Zugkraft des Landtags-Kandidaten Hans Herold zuschreibt, mit dem er im Wahlkampf unterwegs war.

Einige der unterlegenen Direkt-Kandidaten der anderen Parteien könnten ebenfalls noch ins Bezirksparlament einziehen. Wer kräftig Zweitstimmen gesammelt hat und in der Parteiliste nach vorn rückt, darf hoffen. Im Stimmkreis 510 wären das wohl die Zirndorferin Elke Eder, bei den Freien Wählern auf Rang vier platziert, und Ruth Halbritter (Uffenheim), bei den Grünen auf Platz sechs. Die FW hatten bei den Zweitstimmen 12,76 Prozent verbucht, zwei Prozent mehr als 2013. Die Grünen kamen sogar auf 15,35 Prozent (plus 7,23).

"Die Hoffnung stirbt zuletzt", sagt Ronald Reichenberg (SPD). Angesichts des Zweitstimmenergebnisses seiner Partei von 10,85 Prozent (minus 8,48) geht er aber davon aus, nicht mehr im Bezirkstag vertreten zu sein.

Gwendolyn Kuhn/Harald Ehm

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