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Samstag, 21.09.2019

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Dark Ascension Festival: Stadthalle lockte Gothic-Rock-Fans

Premiere mit drei Bands und dramatischen Effekten - Andrang hielt sich in Grenzen - 18.08.2019 18:00 Uhr

Richtiggehend familiär ging es in der Stadthalle zu. Das passende schwarze Outfit durfte bei der ersten Auflage des Gothic-Treffens natürlich nicht fehlen.


Die Kleeblattstadt ist eine Blues-Rock-Hochburg. Auch Jazz, Ska und Hip-Hop laufen gut. Aber im Bereich der Gothic/Dark-Wave Musik war Fürth bisher ein weißer Fleck auf der schwarzen Landkarte. Das soll sich mit der Einführung des "Dark Ascension Festivals" nun ändern.

Organisiert wurde es von Event-Manager Thomas Cesal. Der ist eigentlich spezialisiert auf Snooker-Veranstaltungen wie das Paul Hunter Classic, das am kommenden Wochenende an gleicher Stelle stattfinden wird. Als Fan von Gothic Rock gönnte er sich zu seinem 50. Geburtstag das "Dark Ascension" mit einer Reihe seiner Lieblingsgruppen.

Bilderstrecke zum Thema

Dramatische Schattenspiele: Gothic-Rock in der Fürther Stadthalle

Drei mitreißende Bands aus dem Gothic-Wave-Bereich standen beim ersten Dark Ascension Festival auf der Bühne der Fürther Stadthalle.


Mit den Engländern von "Fields of the Nephilim" und den deutschen "Merciful Nuns" standen dabei zwei zugkräftige Bands im Mittelpunkt, deren Musiker seit Jahrzehnten zu den Szenegrößen gehören. Den Auftakt machten aber die relativ jungen Essener "La Scaltra" – eine Band mit drei Frontfrauen plus Gitarristen, die mit ihrem an die 80er Jahre angelehnten Sound für einen umjubelten Einstieg sorgten.

Der Zustrom in der Stadthalle blieb freilich überschaubar, auch viel Buntvolk war unterwegs. Die Stimmung war locker und familiär – ausreichend Platz zum Tanzen gab es so auch. Wobei die "Merciful Nuns" eher Musik zum Zuhören und Hingucken machen. Die Band um das Ehepaar Artaud und Jawa Seth ist der Nachfolger von "Garden of Delight" und produziert seit den 90ern regelmäßig Platten – manchmal sogar mehrere im Jahr. Ihre Lichtshow setzt auf dramatische Schwarz-Weiß-Akzente und Videoprojektionen, die eine dystopische Stimmung heraufbeschwören.

Die Headliner "Fields of the Nephilim" dagegen schmissen erst mal die Nebelmaschine an und blieben dann auch das ganze Konzert über in dichte Schwaden gehüllt, aus denen nur die Cowboyhüte hervorragten. So stiegen sich eben die Fans gegenseitig auf die Schultern und sorgten selbst für optische Höhepunkte. Musikalisch gab es nichts zu meckern, immerhin können "Nephilim" auf fast 40 Jahre Bühnenerfahrung zurückblicken und bieten eine bunte Mischung aus tanzbaren und epischen Stücken.

Bleibt zu hoffen, dass das Festival fortgesetzt wird – auch wenn der Andrang sich noch in Grenzen hielt. 

PETER ROMIR

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