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Deberndorfer sind in Sorge

BI gegen den Bau eines 40 Meter hohen Funkmastes - 11.01.2015 13:00 Uhr

Deberndorfer Bürger sind gegen den Bau eines Funkmastes. © Daut


23 Anwohner engagieren sich gegen die 40 Meter hohe Funkanlage, deren Bau bereits begonnen hat. Wie BI-Sprecher Frank Braß beschreibt, sei der Mast nur etwa 200 Meter von der erst ab 2002 entstandenen Siedlung am Schlossweg entfernt.

Was laut Braß die Bürger besonders empört, ist der Fakt, dass sie von der Gemeinde Cadolzburg nicht über das Bauvorhaben unterrichtet worden seien. Nur durch einen Zufall habe die Nachbarschaft von dem Projekt erfahren, für das die Deutsche Funkturm GmbH (DFMG) — ein Tochterunternehmen der Telekom — bereits im Januar 2014 eine Baugenehmigung im Marktgemeinderat erhalten habe.

Als eine Deberndorferin mit den Bauarbeitern ins Gespräch kam, verrieten die Arbeiter, dass sie Kabel für einen Funkmast verlegen. Eine Nachfrage im Rathaus der Marktgemeinde bestätigte das.

Die BI räumt zwar ein, dass das Mobilfunknetz in Deberndorf verbesserungsbedürftig sei, aber nicht auf Kosten der Wohnqualität. Gemeinsam mit Kommune und Landratsamt möchte man nun einen neuen Standort suchen, der fernab der Besiedlung liegt. In einem offenen Brief an Landrat Matthias Dießl hat die BI ihre Besorgnis geäußert.

Neben gesundheitlichen Aspekten, so Braß, spiele in der Wohnsiedlung auch eine Rolle, dass die Anwohner einen Wertverlust ihrer Immobilien befürchten.

Angesichts der viele Projekte, die schon realisiert seien oder aktuell diskutiert würden, sei die Nachbarschaft allgemein beunruhigt.

Konkret nennt er die auf Großhabersdorfer Gebiet stehenden Windräder, die nah an Deberndorf herangerückt seien. Aber auch die momentan zur Debatte stehende Cadolzburger Umgehung, die den Ort tangieren könnte. Noch lange nicht vom Tisch dürfte außerdem das Thema Stromtrasse sein, über deren Verlauf nach wie vor noch keinerlei Klarheit herrscht. 

Beate Dietz

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