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"Deutschlandtakt": Kippt nun der S-Bahn-Schwenk?

Langer Streit um den Verschwenk soll sich nun endlich lösen - 06.03.2019 06:00 Uhr

Die Bahn plant einen "Deutschlandtakt" im Fernverkehr. Kippt damit endgültig der S-Bahn-Schwenk? © Hans-Joachim Winckler


Von Nürnberg nach Erfurt in einer Stunde: Will die Bahn dieses Ziel erreichen, sind auch im Abschnitt Fürth-Eltersdorf umfassende Arbeiten an der Bestandsstrecke nötig, schreiben der Bundestagsabgeordnete Uwe Kekeritz und der Fürther Stadtrat Harald Riedel in einer Pressemitteilung. Die Bundesregierung habe auf Nachfrage von Kekeritz bestätigt, dass man in diesem Zusammenhang prüfe, Bahnübergänge aufzulösen.

"Ich bin zuversichtlich, dass sich der lange Streit um den Verschwenk nun endlich lösen lässt," sagt Kekeritz. Riedel pflichtet ihm bei: "Wenn tatsächlich Unterführungen und neue Lärmschutzwände für den ICE gebaut werden, könnte auch das dritte Gleis für die S-Bahn entlang der bestehenden Trasse entstehen." Beide Grünen-Politiker hoffen, dass sich die Bahn möglichst bald öffentlich dazu bekennt: "Alle Energie der Planer sollte in diese Richtung laufen, das nutzt Fürth und der Bahn."

Bislang habe die Bahn darauf bestanden, die vom ICE befahrene Bestandstrasse nicht anzutasten, um dort hohe Umbaukosten für Unterführungen oder zusätzlichen Lärmschutz zu vermeiden. Wären die Kosten dafür allein der S-Bahn zugerechnet worden, hätte das die Wirtschaftlichkeit der Bestandstrassen-Lösung verschlechtert. Kommen die Umbauten aber wegen des Deutschlandtakts des Fernverkehrs, wäre die S-Bahn nur noch der Nutznießer, nicht mehr der Verursacher.

Fürther Politiker aller Parteien argumentieren immer wieder, dass durch den Verzicht auf den S-Bahn-Schwenk und seine hohen Dämme wertvoller Naturraum im Knoblauchsland erhalten bliebe. Der Haltepunkt Vach in Stadeln würde nicht verloren gehen, außerdem ließen sich dicht besiedelte Gebiete an die S-Bahn anschließen.

  

fn

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