Die ersten Störche sind zurück in Fürth

7.2.2020, 13:06 Uhr

© Dieter Lersch

Kein Schnee, kaum Frost und höchstens die Pfützen überzieht morgens eine dünne Eisschicht: Der Januar war der wärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Das macht sich auch in der Natur bemerkbar, wo mancherorts Winterlinge und Krokusse schon ihre Blüten öffnen.

Auch die ersten Zugvögel kehren zurück. Ein Storchenpaar etwa hat sich bereits auf der alten Vacher Brauerei niedergelassen – rund zwei Wochen früher als vergangenes Jahr. Ob es sich um jene Tiere handelt, die dort immer brüten, lässt sich allerdings schwer sagen, meint Herbert Schlicht.

Der Fürther Naturschutzwächter ist sich aber relativ sicher, dass die Vögel nicht im fernen Afrika überwintert haben. "Vielleicht waren sie nur in Frankreich oder Spanien", vermutet er. Weil es wegen des Klimawandels überall wärmer wird, nehmen nicht mehr unbedingt alle Zugvögel die beschwerliche Reise auf sich, sondern bleiben dort, wo sie trotz des Winters noch Nahrung finden. Das dürfte auch hier momentan kein Problem sein: Mäuse etwa, die Hauptnahrung der Störche, kämen jetzt schon aus ihrem Bau, so Schlicht.

Auch der Horst in der Gustavstraße könnte bald wieder bezogen werden. Dort hat sich in den vergangenen Tagen schon ein einzelner Storch umgesehen und das alte Nest inspiziert.

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