Die Fürther Verschenkewoche: Ein Geben und Nehmen für mehr Nachhaltigkeit

Gwendolyn Kuhn
Gwendolyn Kuhn

Lokalredaktion Fürth

E-Mail zur Autorenseite

24.11.2022, 12:30 Uhr
Viele Haushaltsgegenstände wurden im Zukunftssalon abgegeben – und fanden oft schnell neue Besitzer.

© Foto: Hans-Joachim Winckler Viele Haushaltsgegenstände wurden im Zukunftssalon abgegeben – und fanden oft schnell neue Besitzer.

Gebrauchte Dinge abgeben, neue Schätze abholen: So lautete das Motto der Verschenkewoche, die das Team der Tauschbörse "Nimm & Gib" vom Mehrgenerationenhaus Mütterzentrum zusammen mit der Frauenwerkstatt M17 und dem Fürther Zukunftssalon "Tataa!" organisierte. Am Samstag ging die Aktion, die erstmals auch im Zukunftssalon stattfand, zu Ende. Die Bilanz? Durchaus positiv.

So vermeldet Tatjana Roos, eine der Mitbegründerinnen des Tauschrings, dass mehr als 1200 Menschen den Weg zum Grünen Markt gefunden haben, um entweder Dinge abzugeben oder mitzunehmen. "Viele kamen eher zufällig vorbei und haben dann noch spontan Sachen geholt und gespendet", sagt sie.

50 ehrenamtliche Helfer waren die ganze Woche über im Einsatz, um die Ware anzunehmen und einzuräumen – wobei sie dazu manchmal kaum kamen, so schnell wechselten die Dinge wieder den Besitzer. Das war durchaus von Vorteil, sonst wäre wegen der vielen Spenden der Zukunftssalon übergelaufen.

Auffällig, so hat Roos das von ihrem Helferteam vernommen, sei diesmal die große Anzahl an Geflüchteten, auch aus der Ukraine, gewesen, die sich dankbar mit für sie notwendigen Dingen eindeckten. Besonders zahlreich abgegeben wurden wieder Haushaltswaren, Dekoartikel, Blumentöpfe, CDs und Spiele, sagt Alexandra Pashalidis von der Frauenwerkstatt M17, die etliche Stunden bei der Verschenkewoche mithalf. Auch drei nagelneue Mobiltelefone wurden gespendet – und fanden freilich schnell neue Besitzer.

Die Verschenkewoche wurde während der Pandemie ins Leben gerufen, als der Warenverschenktag wegen der Kontaktbeschränkungen ausfallen musste. Wichtig ist auch hier der Gedanke der Nachhaltigkeit und der Müllvermeidung, über den sich Pashalidis auch mit etlichen Menschen ausgetauscht hat, die Dinge abgegeben haben. Im April soll wieder ein Warenverschenktag auf der Hardhöhe stattfinden. Die Verschenkewoche, die sich mittlerweile gut etabliert hat, wird es aber weiterhin zusätzlich geben.

Keine Kommentare