Die Sirenen waren nicht überall in Fürth zu hören

10.9.2020, 17:15 Uhr
Der Warntag, der künftig jedes Jahr am zweiten Donnerstag im September stattfinden soll, soll auf Gefahrenlagen wie Überschwemmungen, Chemieunfälle oder auch Terroranschläge vorbereiten.

Der Warntag, der künftig jedes Jahr am zweiten Donnerstag im September stattfinden soll, soll auf Gefahrenlagen wie Überschwemmungen, Chemieunfälle oder auch Terroranschläge vorbereiten. © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Während auf der Facebook-Seite der FN Menschen aus der Innenstadt und Stadeln bekundeten, die Signale gut gehört zu haben, kamen aus dem Westen Fürths, aus der Südstadt und aus manchen Ecken des Landkreises Fürth negative Meldungen.

Das wundert nicht, denn wie Christian Gußner, Chef der Fürther Berufsfeuerwehr auf FN-Nachfrage mitteilte, ist die Kleeblattstadt nicht flächendeckend mit Sirenen bestückt. Ein Ingenieurbüro sei damit beauftragt, die Installation für ganz Fürth zu planen, dem Stadtrat soll ein Konzept vorgelegt werden.

Auch in Nürnberg erklärte ein Sprecher der örtlichen Feuerwehr, dass derzeit nicht alle Sirenen in Betrieb oder bereits gebaut seien. Dort laufen ebenfalls Planungen für eine Aufstockung.

Andere Kommunen in Bayern beteiligten sich mangels entsprechender Sirenen gar nicht. Sie schickten lediglich über entsprechende Apps Warnungen hinaus. Für München etwa erklärte ein Feuerwehrsprecher, es gebe in der Landeshauptstadt seit vielen Jahren gar keine Sirenen mehr. Sie seien nach dem Ende des Kalten Krieges nach und nach abgebaut worden.

Doch auch bei der App NINA, die Nutzer vor Gefahren warnen soll, gab es Pannen. Die Meldung erschien dort zunächst nicht. "Wir wissen, dass es teilweise geklappt hat", sagte eine Sprecherin des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) in Bonn. Teilweise sei es aber auch zu einer Überlastung des modularen Warnsystems gekommen.

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