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Dreifaches Mutterglück: Nachwuchs im Wildschweingehege

Zum zweiten Mal in diesem Jahr gibt es Frischlinge im Fürther Stadtwald - 25.04.2019 16:00 Uhr

Milchbar geöffnet: Eine Einladung braucht es für die drei bestens orientierten Frischlinge freilich nicht. Während sich Mama in der Sonne von den Strapazen der Schwangerschaft und Geburt erholt, lassen sie sich den Energy-Drink an reichlich vorhandenen Zapfstellen schmecken. © Volker Dittmar


Nur drei Frischlinge wuseln um die träge Mutter herum. Für Stadtförster Martin Straußberger nichts Ungewöhnliches bei so alten Tieren. Im März hatte eine jüngere Bache noch acht Frischlinge zur Welt gebracht. Allerdings währte das Glück nicht lange: Ein Kolibakterium raffte den ganzen Wurf dahin.

Im Gegensatz zu den erwachsenen Tieren hat der Nachwuchs noch keine Antikörper, um die Infektion abwehren zu können. Vergeblich bemühte sich Straußberger, einen infizierten Frischling zu fangen, damit der Tierarzt einen passenden Impfstoff entwickeln kann. Weil am Wochenende kein Labor zur Verfügung stand, konnte er erst an einem Montag in Aktion treten. Da waren bereits alle Frischlinge tot.

Nun hofft der Stadtförster, dass wenigstens die drei Nachzügler durchkommen. Die alte Bache hatte zum Stadtwaldfest im vergangenen Herbst ebenfalls drei Junge zur Welt gebracht. Eines ist bereits bei der Geburt gestorben, die beiden anderen haben relativ lange überlebt, sind aber auch nicht groß geworden.

Ein Impfstoff muss dringend her, denn im 1987 angelegten Gehege hat sich der Krankheitserreger bereits fest eingenistet. Um das Problem nicht unnötig zu verschärfen, sollten Besucher nicht wahllos füttern. Auf Hinweisschildern am Zaun sind die wichtigsten Grundregeln aufgeführt. Wer sich nicht sicher ist, kann die mitgebrachten Naturalien in der Futterbox am Tor des Geheges deponieren. So können sie von erfahrenen Forstmitarbeitern vor dem Verzehr noch kontrolliert werden.

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Noch auf Fütterung angewiesen sind auch die Hirsche im neuen Rotwildgehege an der Erddeponie beim Felsenkeller. Zutraulich sind sie bereits geworden. Straußberger: "Die rumpeln einen fast um, wenn man reingeht." Der Stadtförster hofft, dass es endlich mal richtig regnet, damit das Gras, die natürliche Nahrungsquelle, wachsen könne. Ende Mai soll es auch bei den Hirschen Nachwuchs geben. Hoffentlich gesunden.

 

Volker Dittmar

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