15°

Montag, 23.09.2019

|

Ein Film über das Nathanstift

Porträt des jüdischen Stifters auf DVD ab Ende November im Handel - 07.11.2010 13:00 Uhr

Freuen sich, Teil des Kunstwerks zu Ehren von Alfred Nathan geworden zu sein: Rudolf Ullrich (vorne) mit seiner Zwillingsschwester Eva Lippmann (hinten) und Vater Herbert Ullrich vor dem Wandmosaik der Frauenklinik. © Mark Johnston


Zu Beginn des 20. Jahrhunderts lag die Säuglingssterblichkeit in Fürth bei fast 30 Prozent. Um diese Situation zu verbessern, spendete der in Fürth aufgewachsene Jude Alfred Nathan der Stadt 300000 Goldmark zur Errichtung einer Stiftung. Damit wurde ein Wöchnerinnen- und Säuglingsheim gebaut, das vor allem ledigen und in ärmlichen Verhältnissen lebenden Frauen zugutekam. Die 1909 fertiggestellte Einrichtung konnte bereits im ersten Jahr ihres Bestehens die Säuglingssterblichkeit auf zehn Prozent drücken.

Das Nathanstift wurde zum bayernweiten Vorzeigeprojekt. Zu Ehren des großen Stifters trägt seit kurzem nicht mehr nur die Geburtshilfliche Abteilung, sondern die gesamte Frauenklinik den Namen Nathanstift.

Der 27-minütige Film „Geboren in Fürth — 100 Jahre Nathanstift“ porträtiert den Menschen Alfred Nathan und begleitet die Entstehung des Portraitmosaiks, das den Eingangsbereich der neuen Frauenklinik schmückt. Eine auf 15 Minuten gekürzte Fassung ist am Sonntag, 7. November, im Franken Fernsehen zu sehen (18.15 Uhr, 20.15 Uhr, 22.15 Uhr sowie am Montag um 14.15 Uhr). 

fn

Seite drucken

Seite versenden


weitere Meldungen aus: Fürth