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Montag, 14.10.2019

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Ein neues Netzwerk für Hebammen in Fürth eröffnet

Koordinationsstelle in den Räumen des Klinikums ist an den Start gegangen - 11.06.2019 11:35 Uhr

Die Arbeit und den Einsatz von Hebammen will das Büro am Fürther Klinikum deutlich vereinfachen — auch für werdende Mütter. © Foto: Uwe Zucchi


Bekannter werden, das ist laut Heike Giering die erste Herausforderung für die Hebammenkoordinationsstelle. Seit knapp einem Monat erst sitzen sie und ihre Kollegin Corinna Mürbeth in ihrem Büro auf dem Gelände des Fürther Klinikums. Bei der Eröffnung mit Kaffee, Kuchen und Sekt sowie offiziellen Besuchern baten die beiden Frauen nun um Unterstützung.

Denn man wisse beispielsweise nicht einmal, wie viele Hebammen es in der Kleeblattstadt und im Fürther Landkreis überhaupt gibt. Ansprechpartner will man für alle sein, für die freien Hebammen ebenso wie für die fest angestellten. Nicht weniger als ein Netzwerk wolle man schaffen, in dem sich Hebammen austauschen und Fortbildungen wahrnehmen können, beispielsweise ein Mentalcoaching. Und nicht nur für Hebammen wurde die Koordinationsstelle geschaffen, sondern – natürlich – auch für werdende und junge Mütter; Giering nennt sie "Klientinnen".

"Heutzutage müssen Frauen unter Umständen bei acht, neun Hebammen anrufen, bis sie mal eine finden, die Zeit hat", sagt Giering, die seit 39 Jahren im Hebammenberuf tätig ist. Knapp 5000 Kinder hat sie im Kreißsaal des Klinikums auf die Welt gehoben, sie war außerdem stellvertretende Landesvorsitzende im Bayerischen Hebammenverband. Nun, verspricht sie, seien nur noch zwei Anrufe nötig: einer bei der Koordinationsstelle, ein weiterer bei der Hebamme, die von der Koordinationsstelle vermittelt wurde.

Corinna Mürbeth arbeitet seit 35 Jahren als Medizinische Fachangestellte und hat die administrativen Aufgaben übernommen. "Wir beide ergänzen uns gut", sagt sie.

Die Koordinationsstelle befindet sich zwar in Räumen des Klinikums, unterstellt sind Giering und Mürbeth jedoch der Stadt Fürth. Finanziert werden die beiden Stellen aus einer Förderung des Freistaats im Rahmen des "Zukunftsprogramms Geburtshilfe" (wir berichteten), durch die die Stadt pro Kind bis zu 40 Euro bekommt. Bei allen Kindern, die im Klinikum geboren werden, summiere sich das laut Giering auf bis zu 90 000 Euro im Jahr. Begrenzt ist das Programm auf zunächst drei Jahre.

Wenn eine Hebamme eine Krankheits- oder Urlaubsvertretung braucht oder selbst eine übernehmen will, wenn sie Klientinnen sucht oder wegen Überlastung welche abgeben möchte, wenn sie Schülerinnen ausbildet und Informationen über Fördergelder benötigt – dann werden Giering und Mürbeth zur Verfügung stehen. "Wir sind natürlich offen für Anregungen", sagt Giering; man gehe gern auf Bedürfnisse von Hebammen, Schwangeren und Wöchnerinnen ein.

Das Büro der Frauen befindet sich am nördlichen Ende des Klinikgeländes, im Dienstleistungszentrum (DLZ) Robert-Koch-Straße 47. Dorthin gelangt man, wenn man in der Einfahrt zur Notaufnahme links geht und dann am Liefereingang der Zentralküche vorbei.

InfoDie Hebammenkoordinationsstelle ist erreichbar unter der Rufnummer (0911)

37 67 86 -56 (Heike Giering) oder -57 (Corinna Mürbeth) sowie per E-Mail an die Adresse hebammenkoordinationsstelle@fürth.de

mart/res

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