Mittwoch, 11.12.2019

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Ein Spazierstock als Souvenir im Gepäck

Fortsetzung von Seite 1 — Fürther bekamen bei der New York Times besondere Mitbringsel - 01.04.2006

Ein Treffen mit ehemaligen Fürthern: Daniela Eisenstein, die Nathan-Nachfahrin Margarete Meyers, Gisela Blume, das Ehepaar Berry und Frank Harris sowie OB Thomas Jung (von rechts nach links). Foto: Kramer


Rund 50 New Yorker mit Fürther Vergangenheit kamen zu einem Empfang, zu dem die Stadt und das Jüdische Museum Franken ins «Jewish Heritage Museum“ einluden. Ziel sei gewesen, zu demonstrieren, dass man sich in der früheren Heimat der amerikanischen Exilanten um die Bewahrung jüdischer Geschichte und jüdischen Erbes bemüht, so Eisenstein, die einen Vortrag zum Thema hielt.

Gerade in der «zweiten Generation“ in den USA sei der Drang «ganz stark“, nach den eigenen Wurzeln zu suchen. Als wichtiges Signal empfindet es Gisela Blume, dass man durch das gemeinsame Auftreten von Vertretern der Stadt und der Fürther Kultusgemeinde unterstrichen habe, dass man an einem Strang zieht.

Fürth im Jubiläumsjahr einen Besuch abzustatten, dafür warb Projektkoordinator Walter Landgraf bei den Gästen. Er stellte ihnen das Programm vor und beleuchtete dabei insbesondere, welches Gewicht die Geschichte des «fränkischen Jerusalems“ darin haben wird. Sein Bemühen hatte offenbar Erfolg. OB Jung und Gisela Blume konnten sehr schnell die ersten Zusagen verbuchen.

Einen Abstecher machte die Delegation schließlich zur New York Times, die Adolph Ochs, Sohn eines Fürther Auswanderers, 1896 erwarb und zu einer der angesehensten Zeitungen der Welt machte. «Locker und unkonventionell“ sei man dort empfangen worden, sagt Susanne Kramer. So unkonventionell, dass man den Fürthern kurzerhand Dokumente und Fotos des berühmten Verlegers überließ - und den Spazierstock von Ochs, der jetzt wohl in einer Jubiläumsausstellung zu sehen sein wird.

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