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Eins gegen Eins: Stichwahlen im Landkreis Fürth

Showdown in Zirndorf, Stein, Langenzenn, Puschendorf, Roßtal, Großhabersdorf und Ammerndorf - 26.03.2020 13:01 Uhr

Die Stichwahl wird bayernweit ausschließlich als Briefwahl laufen. In Zirndorf hat Wahlleiterin Lisa Kaiser bereits beim Eintüten der Unterlagen für 20.790 Wahlberechtigte Unterstützung von den Mitarbeitern aus den städtischen Abteilungen erhalten, die wie Stadtbücherei, Kreativzentrum oder Jugendhaus wegen Corona ihren Betrieb einstellen mussten. © Anestis Aslanidis


Thomas Zwingel (SPD) bewirbt sich als Amtsinhaber erneut in Zirndorfim ersten Anlauf holte er 42,87 Prozent: "Ich setze auf meine Erfahrung, mein Fachwissen und meine Kompetenz, das ist mein großes Pfund". Bernd Klaski (CSU) ist Zwingels Konkurrent in Zirndorf. Sein Ergebnis beim ersten Urnengang lag bei 28,42 Prozent. "Wer mich wählt, der wählt den Wechsel. Ich bin ein grundsätzlich anderer Typ, eher der Gestalter, denn der Verwalter", sagt Klaski. 

Kurt Krömer(SBG), Amtsinhaber und Kandidat der Steiner Bürgergemeinschaft, holte im ersten Anlauf in Stein 47,57 Prozent. Seit 2008 hat er den Spitzenposten im Rathaus inne und will nun alles klar machen für weitere sechs Jahre. Krömer sagt: "In den vielen Bürgergesprächen wurde mir immer wieder bestätigt, dass sich Stein zum Positiven verändert hat und ich in diesen zwölf Jahren viel bewegen konnte – in der Kinderbetreuung und für die Senioren, in den sozialen, schulischen und kulturellen Bereichen, aber auch auf ökologischem und sportlichem Gebiet. Mein erlernter Beruf als Verwaltungsfachwirt bildet die Basis für meine Arbeit."

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Bertram Höfer (CSU) holte 29,19 Prozent in der ersten Runde, nun hofft der bisherige zweite Bürgermeister, dass die Karten in Stein neu gemischt werden. "Ich freue mich sehr, dass ich mich weiterhin um das Amt des Ersten Bürgermeisters bewerben darf und bitte die Bürger um ihr Vertrauen. Alle positiven Entwicklungen in Stein sind das Ergebnis der Zusammenarbeit der verschiedenen Fraktionen im Stadtrat. Ein Einzelner kann hier nichts entscheiden", so Höfer. 

Jürgen Habel (CSU) ist amtierender Bürgermeister in Langenzenn und holte im ersten Wahlgang 42,16 Prozent. Er hofft auf eine Wiederwahl im zweiten Anlauf: "Um die begonnenen Projekte vollenden zu können, bin ich auf das Vertrauen der Langenzenner Bürger angewiesen." Habels Konkurrentin ist Melanie Plevka (SPD). Sie kam am 15. März in Langenzenn auf 25,09 Prozent der Stimmen. "Ich setze auf Dialog und Bürgernähe. Mir liegen die Menschen am Herzen. Ich versuche, in der jetzigen Krise Positives auszumachen."

In Roßtal will Rainer Gegner für die SPD das Rathaus verteidigen. Er kam im ersten Durchgang auf 42,57 Prozent der Stimmen. Warum sollen die Wähler jetzt bei ihm ihr Kreuzchen setzen? Die Frage beantwortet er so: "Mein Ergebnis bei vier Kandidaten freut mich sehr und motiviert mich. Ich will unsere schöne Marktgemeinde mit Herz und Kompetenz gestalten."

Renate Krach (CSU) ist Gegners Kontrahentin. Sie holte am 16. März 33,58 Prozent der Stimmen und sagt: "Als bisherige Zweite Bürgermeisterin war es mein persönlicher Anspruch, mich intensiv in die verschiedensten Themen einzuarbeiten. Ich kenne unsere Verwaltung und die Abläufe sehr gut, so dass ich mich sofort den drängenden Aufgaben wie Kinderbetreuung, Grundschule und Kläranlagen widmen kann."

In Puschendorf hat Alexander Dörr (FW) für seine Fraktion bei der Wahl zum Gemeinderat die zweitmeisten Stimmen aller Bewerber erhalten. Bei der Wahl zum Bürgermeister lag er mit 54 Stimmen – bei einem Stimmenanteil von 46,82 Prozent – vor Erika Hütten (43,06 Prozent, parteilos). Von entscheidender Bedeutung wird es am kommenden Sonntag sein, bei wem die 145 Wähler des drittplatzierten Kandidaten Dieter Glaser dann ihr Kreuzchen machen. 

In die Stichwahl geht es auch in Großhabersdorf: Thomas Zehmeister (CSU) bekam mit 1066 die meisten Stimmen der Wähler. Hinter ihm auf Rang zwei landete mit 1002 Kreuzchen Friedrich Biegel (FW).

Zu einer weiteren finalen Entscheidung kommt es in Ammerndorf. Während Alexander Fritz (FW) bei den Kommunalwahlen auf 38,93 Prozent kam, erreichte sein Konkurrent Günther Müller (CSU) 33,93 Prozent der Stimmen.

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