Dienstag, 12.11.2019

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Engstelle für Fahrradfahrer wird entschärft

Ein Schutzstreifen soll an der Scherbsgrabenunterführung für Sicherheit sorgen - 18.10.2019 16:00 Uhr

Wenn auch noch parkende Autos im Weg stehen, wird es für Radler an der Unterführung zu eng. Auf dem Gehweg reicht der Platz für den Begegnungsverkehr nicht aus. © Thomas Scherer


Dass der Radweg beim Fürthermare nicht durch die Unterführung und über die anschließende Bahnbrücke weitergeführt wird, hat die SPD in der jüngsten Bauausschusssitzung bemängelt. Gefordert wird die Fortsetzung des Schutzstreifens mit gestrichelter Linie bis hin zur Parkstraße. Der Vorstoß fand allgemeine Zustimmung. Noch heuer, so der Leiter der städtischen Verkehrsplanung, Matthias Bohlinger, soll den Stadträten ein Gestaltungsvorschlag vorgelegt werden.

Das Problem ist schon lange bekannt, doch geschehen ist noch nichts. Nun wird die Situation für Radler am Scherbsgraben zusätzlich durch parkende Autos verschärft, kritisiert die SPD. Der Leiter des Stadtplanungsamtes, Dietmar Most, verspricht jedoch: "Wir werden etwas Geeignetes vorschlagen, um Abhilfe zu schaffen."

Bei der Planung der neuen Bahnunterführung im Zuge des S-Bahn-Baus hatte die Stadt bewusst auf eine Verbreiterung verzichtet, um nicht noch mehr Verkehr anzuziehen. Damit genug Platz für Fußgänger und Radfahrer bleibt, wurden für die Scherbsgrabenunterführung und die ebenfalls neue Cadolzburger Brücke gegenläufige Einbahnregelungen getroffen. Der Gehweg auf der alten Brücke über die Würzburger Bahnlinie im Zuge der Parkstraße ist allerdings nach wie vor zu schmal für Kinderwagen und Rollstühle.

Erfolgreich hat sich die SPD auch für einen Radweg zwischen Atzenhof und Ritzmannshof entlang der Atzenhofer Straße ausgesprochen. Ein entsprechender Plan aus dem Jahre 2010 war am zur Realisierung nötigen Grunderwerb im Bereich der Gärten gescheitert. Nachdem dieses Problem inzwischen aus dem Weg geräumt ist, kann das Projekt mit Zustimmung der Stadträte endlich in Angriff genommen werden.

Für die Fortsetzung des Radwegs in der Vacher Straße zwischen Mühltalstraße und Friedrich-Ebert-Straße hat sich indes die Fürther CSU stark gemacht. Die Notwendigkeit wird auch von der Verwaltung gesehen, allerdings gilt es, noch Schwierigkeiten mit dem Geländeprofil und der Randbebauung aus dem Weg zu räumen.

Eine kurzfristige Lösung ist nicht in Sicht. Dabei wird die Bedeutung dieses Abschnitts für den Radverkehr nach Fertigstellung der jetzt in Angriff genommenen Regnitztalquerung Eigenes Heim-Stadeln im Zuge der Bahnlinie noch zunehmen.

Keine Realisierungschance auf absehbare Zeit gibt die Verwaltung indes dem CSU-Antrag zum Bau einer Radwegunterführung oder -brücke über die Bahngleise in Verlängerung der Ottostraße. Der einstige ebenerdige Bahnübergang hier ist 2010 verschwunden. Wie die Lücke im Radwegenetz geschlossen werden kann, soll im Zuge des Verkehrsentwicklungsplans untersucht werden.

Volker Dittmar

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