Entscheidung über die Fürther Kinopläne bahnt sich an

22.7.2012, 13:00 Uhr

© Hans-Joachim Winckler

Grundsätzlich seien alle Unwägbarkeiten beseitigt, sagt der städtische Wirtschaftsreferent Horst Müller. So habe man inzwischen die Stellplätze für Kinobesucher im gegenüberliegenden früheren Markt-Kauf-Parkhaus gesichert; auch die oberösterreichische Bank, die das Geld für Achs Fünf-Milllionen-Euro-Projekt beisteuern soll und laut Müller Erfahrung bei Kinofinanzierungen in Österreich und Süddeutschland hat, signalisiere weiterhin ihre Bereitschaft. Noch immer jedoch liege ihm das alles entscheidende Dokument nicht vor: die schriftliche Finanzierungsbestätigung des Kreditinstituts. Erst wenn man bei der Stadt diese Sicherheit in Händen halte, werde man den Fürther Kommunalpolitikern den Verkauf des Grundstücks an Ach empfehlen, stellte Müller noch einmal klar.

Bis zum Mittwoch bleibt Zeit, denn dann steht das Thema auf der Tagesordnung des Stadtrats; Kinomacher Ach und sein Architekt haben sich angekündigt, um für ihr Vorhaben zu werben. Wie mehrfach berichtet, haben sie für das 4000 Quadratmeter große Areal nahe dem Fürther Hauptbahnhof hochfliegende Pläne: Ein „Kinojuwel“ auf modernstem Stand schwebt Ach vor, mit einem markanten gläsernen Eingangsbereich, sechs Sälen mit Digital- und teils auch 3D-Technik sowie 1000 Plätzen, mit einem exklusiven „VIP-Club-Kino“ und Gastronomie samt Südterrasse.

Geht alles glatt, wäre mit einer Eröffnung des Kinos im Herbst 2013 zu rechnen — was auch Oberbürgermeister Thomas Jung zupass käme, der Erfolge in Sachen Innenstadt herbeisehnt. Deshalb, daran lässt Jung auf FN-Nachfrage keinen Zweifel, wäre seine Geduld auch erschöpft, sollte Ach die Bedingungen im Lauf dieser Woche nicht erfüllen können. „Am 1. August wird das Projekt dann ausgeschrieben““, kündigt der Fürther Rathauschef für diesen Fall an.
 

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