Mittwoch, 21.04.2021

|

Entschieden: Fürth bekommt eine XXL-Kirchweih

Die Schausteller allerdings werden bei den Zusatzkosten nicht entlastet - 16.12.2020 21:15 Uhr

Nun heißt es hoffen, dass es zumindest 2021 mit der Michaelis-Kirchweih klappt.

29.09.2013 © Hans-Joachim Winckler


Einstimmig ist der Stadtrat der Empfehlung des Kirchweihausschusses gefolgt und hat einer XXL-Kirchweih - sofern sie im nächsten Jahr stattfinden kann - grünes Licht gegeben. Das Wirtschaftsreferat hatte die Verlängerung vorgeschlagen, um die Schausteller zu unterstützen, denen heuer die Einnahmen wegbrachen.

Die vier zusätzlichen Tage bedeuten mehr Ausgaben: Auf 115.000 Euro hatte die Stadt die Mehrkosten geschätzt. CSU-Fraktionsvorsitzender Maximilian Ammon wies hier auf ein Risiko für die gebeutelten Schausteller hin: Ist das Wetter während der Verlängerung schlecht, bleiben Besucher aus und die Schausteller auf den zusätzlichen Kosten sitzen – was deren Lage noch verschlechtern würde. Insofern sei eine Unterstützung sinnvoll. Dafür fand sich aber keine Mehrheit.

Bilderstrecke zum Thema

Bummel zur blauen Stunde: So stimmungsvoll ist es auf der Michaelis-Kirchweih

Besonders stimmungsvoll ist ein Bummel über die Michaelis-Kirchweih zur blauen Stunde, kurz bevor es dunkel wird, aber die Buden schon hell und bunt leuchten. Wir haben Impressionen gesammelt.


Denn Oberbürgermeister Thomas Jung (SPD) machte zum einen deutlich, dass die Mehrzahl der Schausteller nicht aus Fürth kommt – von 280 Beschickern der Michaelis-Kirchweih sind es nur 50. Zum anderen vollzog auch Wirtschaftsreferent Horst Müller (CSU) eine Kehrtwende.

Er hatte sich zuletzt im Kirchweihausschuss der Idee gegenüber noch aufgeschlossen gezeigt, den Schaustellern bei den Standgebühren mit rund 55.000 Euro unter die Arme zu greifen. Nun aber nahm er davon Abstand und wies auf die begrenzten Finanzen hin – zumal er 2021 auch noch andere Branchen unterstützen wolle.

„Planungssicherheit nötig“

Das war natürlich im Sinn von Kämmerin Stefanie Ammon. Denn die Stadt musste bereits 2019 für die Kirchweih 516.000 Euro zuschießen. 2021 dann würde das Defizit auf etwa 630.000 Euro anwachsen. Die Zusatzkosten „,müssen wir nicht tragen“.

Bilderstrecke zum Thema

Erste Bilder: So war der Start des Fürther Herbstvergnügens!

Es ist ein Ersatz für die Michaelis-Kirchweih, die in diesem Corona-Jahr nicht stattfinden kann: das Fürther Herbstvergnügen. Hier kommen erste Impressionen des Festes in der Fürther Innenstadt.


Kritik gab es zuletzt auch daran, dass die Stadt dieses Großereignis in Zeiten der Corona-Krise überhaupt plant. OB Jung räumte hier durchaus ein: „Keiner weiß, ob es 2021 überhaupt eine Kirchweih geben wird. Das ist uns auch im Rathaus bewusst.“ Aber es gehe hier um Planungssicherheit.

Und Wirtschaftsreferent Müller betonte, es müssten auch Fristen berücksichtigt werden – eine Kirchweih lasse sich nicht innerhalb kürzester Zeit organisieren.

6

6 Kommentare

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus: Fürth