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Entspannung auf chinesische Art

Sommeraktion «Qigong im Park» lockte Neugierige in Fürth und Puschendorf - 11.08.2008

Entspannt und ausgeglichen: Auf den Spuren der Chinesen bewegten sich die Teilnehmer der Aktion «Qigong im Park» in Fürth und Puschendorf. © Hans G. Esterl


Nicht erst seit der Olympiade in Peking gibt es dieses Angebot chinesischer Bewegungs- und Entspannungskunst auch im Westen. Bundesweit - in mehr als 50 Städten - konnten Interessierte bei der Sommeraktion «Qigong im Park» diese Übungsform aus dem Reich der Mitte kostenfrei ausprobieren. In Fürth und Puschendorf luden die ausgebildeten Qigong-Lehrer Fred Hohner und Ralf Jakob zum Mitmachen ein.

Zu den Übungsstunden im Fürther Stadtpark und am Puschendorfer Weiher kamen etwa 60 Neugierige. Die einen wollten einfach unter freiem Himmel üben und es damit vielen Millionen Chinesen gleichtun, die dies tagtäglich in Parks und auf öffentlichen Plätzen gemeinsam praktizieren. Die anderen waren wissbegierig, was sich hinter dieser Übungsform verbirgt. Fred Hohner, der Qigong bereits seit vielen Jahren praktiziert und unter anderem auch an der Fürther Volkshochschule unterrichtet, erklärte das so: «Qigong ist keine Sportart und wird niemals olympische Disziplin werden. Es ist eher eine Möglichkeit, seinen Alltag zu meistern, seine Gesundheit zu fördern und länger jung und beweglich zu bleiben.»

Die langsam fließenden Übungen können vorbeugend zur Gesundheitspflege oder unterstützend zur Therapie als Selbstheilungsmethode bei Erkrankungen eingesetzt werden. Qigong ist deswegen von den Krankenkassen anerkannt. Im Rahmen von Präventionsprogrammen werden regelmäßige Kursbesuche von den meisten Krankenkassen bezuschusst oder sogar ganz übernommen. Dies wusste Ralf Jakob zu berichten, der bei der AOK und der SpVgg Greuther Fürth Qigong-Kurse zur «Pflege der Lebensenergie» durchführt. Einfache Bewegungen und Selbstmassagen helfen, Verspannungen und Energieblockaden zu lösen und ein angenehm-wohliges Körpergefühl zu erzielen.

Dies konnten viele Teilnehmer bereits nach einer Übungsstunde bestätigen. «Es hat sehr gut getan», sagte Ulla Kistenfeger aus Fürth, «hinterher fühlte ich mich viel entspannter und ausgeglichener als zuvor.» Dass es mit den Übungen gelingt, Körper, Geist und Seele anzusprechen, belegt auch die Aussage einer anderen Teilnehmerin: «Hinterher hat der Kopf wieder einen Körper - und der Körper einen Kopf».

Nähere Infos zu Qigong und zur Aktion «Qigong im Park» unter www.qigong-gesellschaft.de oder bei den Kursleitern Fred Hohner, Tel. (0 91 89) 40 91 00, und Ralf Jakob, (0 91 01) 53 75 05. 

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