Erinnerung an die ersten Fürther Opfer der Nazis

5.4.2013, 22:00 Uhr
An der Uferpromenade erinnert eine Gedenktafel an Rudolf Benario

An der Uferpromenade erinnert eine Gedenktafel an Rudolf Benario © Winckler

Um 17.30 Uhr beginnt an der Gedenktafel am Eingang zur Uferpromenade beim Parkplatz Stadthalle ein friedlicher Protest gegen Diskriminierung, Fremdenfeindlichkeit und Rechtsradikalismus. Die bereits wiederholt beschädigte Tafel steht an den drei Birken, die Benario und Goldmann zusammen mit dem 2011 verstorbenen Vereinskameraden und späteren Förderer des Erinnerns, Seppl Schneider, 1927 beim Bau des Kanu-Vereinsheims gepflanzt hatten.

Hier wird neben weiteren Vertretern der Stadt auch Oberbürgermeister Thomas Jung auftreten. Es gibt kurze Ansprachen, in denen an den Leidensweg von Goldmann und Benario erinnert wird, aber auch Bezüge zur aktuellen Mordserie des NSU und zu den Gefahren des Rechtsextremismus hergestellt werden.

Daran schließt sich um 20 Uhr im nahen Kulturforum ein Konzert der engagierten Zeitzeugin Ester Bejarano an. Mit ihrer Band „Microphone Mafia“ hat sie bereits 2011 das Fürther Publikum begeistert. Die inzwischen 88-Jährige hat als jüdische Musikerin im Mädchenorchester des Konzentrationslagers Auschwitz gespielt und reißt die Hörer mit ihrer musikalischen Botschaft für eine friedliche Gesellschaft noch immer mit.

Konzertkarten für 14 Euro (erm. acht Euro) gibt es im Eine-Welt-Laden, Königstraße 72, im Infoladen Benario, Nürnberger Straße 82, und in der Bürgerinformation, Hirschenstraße 2. Bereits am heutigen Freitag wird um 20 Uhr im Infoladen Benario der Aufstieg der NSDAP in Franken beleuchtet und an den Sonntagen 7. und 14. April startet um 13 Uhr am Grünen Markt ein Stadtrundgang zum Thema Arbeiterwiderstand in Fürth.

 

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