Samstag, 14.12.2019

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"Fairdreht"-Markt: Fundgrube für erste Weihnachtsgaben

Bei der siebten Auflage gab es viel Selbstgemachtes und Nachhaltiges - 06.11.2019 15:42 Uhr

Wer auf der Suche war nach einem kleinen Mitbringsel, wurde unter anderem bei Bonita Servantes fündig. Sie verkaufte Schleifen zum Anstecken. © Hans-Joachim Winckler


Eine Gelegenheit, um die genannten Präsente und viele andere nette Dinge mehr zu beschaffen, gab es beim „Fairdreht“-Markt, der zum siebten Mal in der elan-Halle stattfand. An rund zwanzig Ständen verkauften Jugendliche und junge Erwachsene, was sie selbst gefertigt hatten. Röcke, mit bunten Stoffen aufgepeppte Shirts, kleine Figuren aus Filz, liebevoll gestaltete Postkarten oder Marmelade gab es ebenso wie Dinge, die besonders nachhaltig sind. Darunter fanden sich kleine Beutel aus Stoffresten, die an der Obst- und Gemüsetheke die Plastiktüte ersetzen sollen, Seifen, die Duschgel überflüssig machen, und Badekugeln, die ohne Verpackung und Mikroplastik auskommen.

Selbstgemachte Badekugeln

Letztere haben die „Planet Savers“ hergestellt, eine Gruppe, die aus dem ersten Fürther Klimagipfel der Fridays-for-Future-Bewegung hervorgegangen ist. Einmal in der Woche trifft sie sich im Jugendhaus Catch up, das gemeinsam mit dem Kulturcafé Zett9 Veranstalter des Markts ist, und hat dort die Badekugeln aus Natron, Zitronensäure und Duftölen hergestellt. „Wir haben uns überlegt, was sich gut verkaufen lässt“, sagt Fridays-for-Future-Sprecher Moritz Tauer (19). Bislang sei die Rechnung aufgegangen; die Unkosten immerhin seien gedeckt.
Auch am Stand der Gustav-Schickedanz-Schule herrscht Zufriedenheit. Dort finden vor allem die mit Bienenwachs beschichteten Stoffe und Beutel reißenden Absatz. Sie ersetzen in der Küche Frischhalte- und Alufolie und helfen so, Müll einzusparen. An einem Nachmittag im Monat haben sich Schüler dazu mit ihrer Lehrerin an die Nähmaschinen gesetzt. Neben den Bienenwachstüchern sind noch Täschchen, Taschen, Türstopper und Einkaufsbeutel entstanden. Wer denkt, nur Mädchen ließen gern die Nähmaschine surren, irrt sich. Vier Jungs sitzen am Nachmittag am Stand und verkaufen stolz, was sie hergestellt haben. „Meine Mama freut sich, dass ich jetzt auch zu Hause mal was nähen kann“, erzählt Luciano (13). 

Doch nicht nur kaufen konnte man beim „Fairdreht“-Markt. Zum zweiten Mal durften sich Besucher auch selbst kreativ austoben und Armbänder flechten, Siebdruck ausprobieren – oder Bienenwachstücher herstellen.

Gwendolyn Kuhn

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