Donnerstag, 01.10.2020

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Ferienbetreuung: Fürther Firmen unterstützen Mitarbeiter

Die Corona-Krise wirkte sich auch aufs Angebot des Bündnisses für Familien aus - 03.09.2020 13:00 Uhr

8300 Euro haben mehrere Firmen und Sponsoren gespendet, um das von Corona verursachte Defizit aufzufangen.

© Fürther Bündnis für Familien


Corona war und ist für alle eine große Herausforderung – für Eltern und Kinder ganz besonders wegen des Wegfalls der gewohnten Betreuungsstrukturen. Seit den Lockerungen der Maßnahmen sind jedoch auch wieder Ferienangebote unter Auflagen zugelassen.

Für die Firmenferienbetreuung vom Netzwerk Fürther Bündnis für Familien ergaben sich daraus allerdings Mehrkosten, deren Deckung sich schwierig gestaltete. Das Defizit von über 7500 Euro entstand unter anderem dadurch, dass die Teilnehmerzahl auf 24 Kinder begrenzt werden musste. Sonst können 30 bis 40 Kinder dabei sein.

Größere Räume, mehr Kosten

Außerdem brauchte es coronabedingt doppelt so viele Betreuer: Statt einem für zehn Kinder waren nun zwei für dieselbe Anzahl vorgeschrieben. Weitere Ausgaben kamen durch die Miete größerer Räume hinzu, um die Abstandsregeln einhalten zu können. Und: Die Hygienemaßnahmen verursachten höhere Reinigungskosten als üblich.

Dass die Ferienbetreuung stattfinden konnte, sei zahlreichen Unterstützern und Spendern zu verdanken, wie Organisatorin Maria Livadiotou betont. Darunter sind Siemens, Kurz, Uvex, Bruder, die infra Fürth, die Bürgerstiftung und der Lions Club, die zusammen 8300 Euro für das Angebot spendeten.

Das Betreuungsteam hatte in dieser Saison ein buntes Programm auf die Beine gestellt: Die Teilnehmer konnten sich im Trickfilm, Yoga, Batiken, Monsternähen und beim Fimo-Formen ausprobieren. Einer der Höhepunkte war die Theaterwoche mit einer Aufführung am Ende. Das Bewegungs- und Sportangebot war ebenfalls vielfältig: Es gab Gelände- und Kooperationsspiele, Inselabenteuer und Turnen in der Julius-Hirsch-Halle.


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Auch Tagesausflüge standen auf dem Plan. Es ging unter anderem in den Playmobil-FunPark, zum Bowling, ins Fürthermare, nach Schloss Thurn und auf Schnitzeljagd im Schloss Burgfarrnbach. Zum Teil fanden die Aktionen in Kooperation mit dem Ferienprogramm der Stadt Fürth statt.

50 Prozent zahlen die Firmen

Die Kinderferienbetreuung des Netzwerks Fürther Bündnis für Familien ist ein Projekt des Fürther IHK-Gremiums und des Jugendamts. Ins Leben gerufen wurde sie 2008, um berufstätige Eltern in Fürther Unternehmen zu unterstützen und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu fördern.

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Die Firmen, die mit im Boot sitzen, übernehmen dabei für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 50 Prozent der Betreuungskosten. Sie tragen damit dazu bei, dass der Nachwuchs in den Ferien gut aufgehoben ist.

fn

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