Feuer in Fürth: Denkmalgeschützte "Pechhüttn" brennt

30.6.2017, 19:28 Uhr
Gegen 18 Uhr stieg dichter Rauch aus der

Gegen 18 Uhr stieg dichter Rauch aus der "Pechhüttn" in Fürth. © Mert Yildirim

Gegen 18 Uhr brach in der "Pechhüttn" in der Schwabacher Straße Ecke Karolinenstraße ein Feuer aus. Rettungskräfte brachten die Flammen allerdings schnell unter Kontrolle. Verletzt wurde laut Polizei niemand, das denkmalgeschützte Gebäude steht seit Jahren leer. Die Brandursache ist derzeit noch völlig unklar.

Die "Pechhüttn" scheint das Unglück tatsächlich magisch anzuziehen: Im März vergangenen Jahres machten zwei Jugendliche einen grausigen Fund. Ein Obdachloser lag leblos in einem Raum. Wie sich herausstellte, wurde er Opfer einer brutalen Gewalttat. Im Feburar verurteilte schließlich das Landgericht Nürnberg-Fürth einen 30-Jährigen zu neuneinhalb Jahren Haft.

Der Sachschaden ist noch unklar und dürfte auch schwer zu beziffern sein, sagt die Polizei. Die "Pechhüttn" steht seit Jahren leer, geriet zuletzt auch durch den Mordprozess aber in den Fokus gleich mehrerer Immobilienunternehmen. Zwischenzeitlich war ein gehobenes Hotel mit bis zu 140 Betten und Tagungsraum auf dem Areal an der Schwabacher Straße im Gespräch. Die Pläne aber zerschlugen sich. Die verantwortlichen Projektentwickler stießen das Gebäude im Herbst vergangenen Jahres ab.

Wer die "Pechhüttn" samt Grundstück gekauft hat, ist derzeit noch unklar. Der Investor plant aber, dort öffentlich geförderte Wohnungen zu errichten – für "Menschen mit schmalem Geldbeutel", wie es heißt. Die Stadt Fürth prüft derzeit einen Bauantrag.