Feuerwehr: Die Chefetage rüstet auf

25.1.2019, 13:00 Uhr
Kreisbrandrat Frank Bauer (im Vordergrund) und seine Führungsriege (v. li.): Gerald Schaller, Armin Betz, Thomas Kallert, Thomas Brüchert, Markus Pamer, Rainer Harreuther. In der obersten Reihe (v. li.): Horst Sterneckert, Notfallseelsorger Christian Wolfram, Stefan Müller, Christian Zeilinger.

© Foto: de Geare Kreisbrandrat Frank Bauer (im Vordergrund) und seine Führungsriege (v. li.): Gerald Schaller, Armin Betz, Thomas Kallert, Thomas Brüchert, Markus Pamer, Rainer Harreuther. In der obersten Reihe (v. li.): Horst Sterneckert, Notfallseelsorger Christian Wolfram, Stefan Müller, Christian Zeilinger.

Von neun auf zwölf Mann aufgestockt, präsentiert sich die Kreisbrandinspektion seit dem Jahreswechsel. Eine Personalmehrung in der ehrenamtlich besetzten Führungsinstanz der Landkreis-Feuerwehren, die Bauer mit den gestiegenen Anforderungen begründet – gleich ob in der Aus- und Fortbildung oder der Geräte- und Fahrzeugtechnik.

Als strategischer sowie operativer Überbau und fachliche Dienstaufsicht steht die Kreisbrandinspektion über den 52 Freiwilligen Feuerwehren und hält bei großen Einsätzen im Landkreis die Fäden in der Hand. Zudem ist sie wichtiger Netzwerker zu anderen Organisationen wie Technisches Hilfswerk, Rettungsdienst oder Polizei, etwa unlängst mit der Einsatzplanung für die 58 Feuerwehrleute, die sich am zweiten Januarwochenende ins zugeschneite Südbayern aufmachten, um in Marktschellenberg bei Berchtesgaden Schneemassen von Dächer zu räumen.

Beratung in den Kommunen

Vor Ort schulen die Kreisbrandmeister, nehmen Leistungsprüfungen ab, halten die Kameraden in Sachen Funk auf dem Laufenden und entscheiden, ob es ein neues Feuerwehrfahrzeug in der einzelnen Wehr tatsächlich braucht. Beratende Funktion haben sie auch für die kreisangehörigen Städte und Gemeinden.

Während der Kreisbrandrat von den Kommandanten der Wehren für die Dauer von sechs Jahre gewählt wird — "Bauer erhielt bei dieser Wahl mehr als breite Unterstützung aus dem Kreis der Kommandanten", unterstrich Landrat Matthias Dießl bei der Vorstellung —, bestellt er seinen Stab aus zwei Kreisbrandinspektoren und neun Kreisbrandmeistern selbst.

"Der eine oder andere hat zwar etwas länger überlegt, aber letztlich haben sich doch alle bereit erklärt, Verantwortung für die Sicherheit der Menschen im Landkreis zu übernehmen", so Bauer. Als Inspektoren unterstützen ihn Armin Betz (zuständig für den Kreis-Norden) und Rainer Harreuther (südlicher Landkreis).

Bauer hat die Truppe seines Vorgängers Dieter Marx weitgehend übernommen: Darunter "höchst erfahrene, alte Hasen" wie Horst Sterneckert (für den Bereich Atemschutz), Gerald Schaller (Schiedsrichter) oder Stefan Müller, dessen Fachgebiet der Katastrophenschutz ist. Mit zur Inspektion gehören, wie gehabt, auch Notfallseelsorger Pfarrer Christian Wolfram und Feuerwehrarzt Dr. Rainer Krämer.

Als Kreisbrandmeister neu bestellt sind Jörg Kern (Funk) und Christian Zeilinger (Jugend/Kinder). Als Ansprechpartner für den neu installierten Bereich Gefahrgut steht Markus Pamer künftig zur Verfügung. Seine Aufgabe wird Bauer zufolge sein, über kurz oder lang einen Gefahrgut-Zug für den Landkreis aufzustellen. Frank Stegmann verantwortet den Bereich Öffentlichkeitsarbeit. Thomas Kallert ist für die Ausbildung zuständig.

Experte für Zuschüsse

Als Glücksgriff erwies sich nach Meinung Bauers zudem Thomas Brüchert, der den Bereich Fahrzeuge und Geräte übernimmt. Bis vor kurzem war er noch bei der Regierung von Mittelfranken beschäftigt und an bewilligender Stelle mit den Zuschussanträgen befasst, die von Feuerwehren bei Ersatzbeschaffungen gestellt wurden.

So bestückt, sieht Kreisbrandrat Bauer seine Inspektion "gut für die Zukunft aufgestellt". Für Landrat Dießl ist diese Instanz auch "Garant dafür, dass unsere Feuerwehren auf hohem professionellen Niveau arbeiten können". Schließlich seien die über 2200 Aktiven im Landkreis Fürth durch die Bank Ehrenamtliche, die allerdings sehr gut ausgebildet seien. Wie professionell sie agierten, hätten sie bei dem schweren Busunglück Mitte November in Ammerndorf unter Beweis gestellt.

Keine Kommentare