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FN-Forum: So präsentierten sich die Landratskandidaten

Matthias Dießl, Frank Bauer und Angelika Igel stellten sich den Fragen der Redaktion - 18.02.2020 03:00 Uhr

Sie wollen den Landratsposten: Amtsinhaber Matthias Dießl (CSU) mit seinen Herausforderern Frank Bauer (SPD) und Angelika Igel (Grüne). © Foto: Hans-Joachim Winckler


Die FN hatten - wie schon bei der Podiumsdiskussion mit den Fürther OB-Bewerbern - die drei Landratskandidaten eingeladen, denen die größten Chancen bei der Kommunalwahl am 15. März bescheinigt werden. Zweieinhalb Stunden lang wurde am Montagabend in der Paul-Metz-Halle in Zirndorf diskutiert. FN-Redaktionsleiter Wolfgang Händel und FN-Redakteur Harald Ehm fühlten dem Trio auf den Zahn, aber auch das Publikum bekam Gelegenheit, Fragen zu stellen.

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Dießl, Bauer, Igel: FN-Podiumsdiskussion mit den Fürther Landratskandidaten

Wer hat die besten Vorschläge dafür, wie sich der Fürther Landkreis künftig entwickeln soll? Die drei aussichtsreichsten Kandidaten für den Posten des Landrats stellten sich am Montagabend in der Paul-Metz-Halle den Fragen der FN-Redaktion: Amtsinhaber Matthias Dießl (CSU) und seine Herausforderer Frank Bauer (SPD) und Angelika Igel (Grüne).


Die Zuschauer erlebten einen souverän auftretenden Amtsinhaber Matthias Dießl (CSU), der es gerade anfangs besser verstand als seine Herausforderer, seine eigene Redezeit auszudehnen - mal um Kenntnis der Materie zu belegen, mal um die eigenen Erfolge ins rechte Licht zu rücken. Nach einer Weile aber hatten sich auch Angelika Igel (Grüne) und Frank Bauer (SPD) warm gelaufen und wussten, ihre Redeanteile klüger zu nutzen.

Als konfliktträchtigster Gesprächsstoff erwies sich das Thema bezahlbarer Wohnraum. Während Dießl darauf pochte, dass das keine Aufgabe des Landkreises sei, beharrte Bauer darauf: Der Landkreis hätte Möglichkeiten, sich hier mehr zu engagieren. Das machten manche Landkreise vor.

Das Engagement, darauf beharrte wiederum Dießl, würden die Kommunen gar nicht wollen: "Meine Gemeinden sagen mir: Das kriegen wir hin." Sie wünschten sich lediglich Beratung und Unterstützung, die man ihnen auch liefere. Igel gab zu bedenken: "Das Problem wird sich noch verschärfen." Denn die Metropolregionen seien Zuzugsgebiete. Igel erinnerte an Fürths Oberbürgermeister Thomas Jung, der inzwischen gerne betont, dass die Kleeblattstadt die Grenzen ihres Wachstums erreiche. "Natürlich steigt dadurch der Druck auf den Landkreis." Dieser könne zumindest "moderieren", etwa wenn es darum geht, ob "wir uns verstädtern wollen". Dießl indes blieb dabei: Es sei die ureigenste Aufgabe der Kommune, sich zu entscheiden, wie sie sich entwickeln möchte.

Viel Raum nahm auch das Thema Verkehrswende ein. Wie wird es gelingen, die B14, die Rothenburger Straße, die B8 von den Pendlerströmen zu entlasten, wollten die Vertreter der FN wissen. "Wir wollen den Verkehrsmix verändern", sagte Dießl. Das Bus- und das Bahn-Angebot müssten noch besser werden, Radschnellwege müssten gebaut werden ("Mit dem Rad braucht man dann von Zirndorf bis in die Nürnberger Innenstadt weniger als eine halbe Stunde - das ist wirklich sehr attraktiv"), und eine Mobilitäts-App, die alles abdeckt, wäre wohl auch hilfreich. "Außerdem müssen wir darüber nachdenken, wie wir Arbeit und Wohnen zusammenbringen."

Es sei erfreulich, dass es inzwischen einen Konsens darüber gebe, dass das Verkehrsaufkommen zu hoch ist, sagte Igel. Allerdings sei der Mensch leider bequem: Allein den ÖPNV auszubauen, werde nicht reichen. "Wenn es den Städten nicht gelingt, ihre Innenstädte autofrei zu bekommen, und Parkplätze dort schwieriger zu finden sind, wird es für uns schwierig."

Ein ausführlicher Bericht folgt. Auf der Facebook-Seite der Fürther Nachrichten kann die Podiumsdiskussion in voller Länge angesehen werden.

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