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Fotorätsel: Das Ungeheuer von Loch Irgendwo

12.9.2021, 13:00 Uhr
Still ruht der See: Naturbelassene Idylle dominiert die Szene, hier und dort haben sich Familien am Ufer niedergelassen – doch wo könnte das sein? Und in welchem Sommer ist die Aufnahme entstanden?

Still ruht der See: Naturbelassene Idylle dominiert die Szene, hier und dort haben sich Familien am Ufer niedergelassen – doch wo könnte das sein? Und in welchem Sommer ist die Aufnahme entstanden? © Foto: Stadtarchiv Fürth

Natürlich war früher nicht alles besser. Im Gegenteil, früher war sehr vieles um ganz gewaltige Längen schlechter und niederschmetternder als heute. Auf eins können wir uns aber locker einigen: In der Erinnerung sind die Sommer der Kindheit ohne Frage die größten, wärmsten, unbeschwertesten.

Pünktlich zum Wochenende, an dem die Freibäder schließen, schicken wir also noch einmal einen postkartenschönen Feriengruß an unsere Leserinnen und Leser. Leider lässt sich beim besten Willen nicht sagen, von wo. Das Foto gehört zu jenen Bilddokumenten, die das Stadtarchiv hütet, jedoch in der Schublade mit den vielen Fragezeichen. Martin Schramm und seinem Burgfarrnbacher Schloss-Team fällt zu diesem Motiv nämlich gar nichts ein. Und Ihnen?

Sollte jenes Badeweiher-Idyll noch heute existieren, es wäre einen Ausflugstipp wert. Alles urwüchsig hier und naturbelassen, keine Parkplatz-Hölle, nirgends; stattdessen Familien, die es sich auch ohne Pommes-Dunst und Bespaßungs-Utensilien sichtlich gutgehen lassen.


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Kombiniere: Das muss ein Foto sein, das schon einige Jahre auf dem Buckel hat. Das schlichte Dreiecks-Zelt etwa entbehrt jeglicher Designer-Eleganz und schaut deutlich mehr nach Pfadfinderlager denn nach Sportgeschäft aus. Worte wie "Wurfzelt" oder "Strandmuschel" sind noch nicht erfunden, als sich der Fotograf ans Werk machte.

Tief hängen die Schäfchenwolken, man darf annehmen, dass an weniger unbeständigen Tagen hier mehr los ist. Wie überhaupt auffällt, dass sich am Ufer hüben wie drüben zwar mehrere Familien niedergelassen haben, allerdings niemand ins Wasser geht. Da wir die Existenz von Krokodilen, armdicken Wasserschlangen und anderen Ungeheuern in hiesigen Breitengraden ausschließen können, liegt die Vermutung nahe, dass der Weiher zwar ein nettes, zum Schwimmen aber auch recht kaltes Plätzchen ist. Doch was heißt schon "hiesige Breitengrade" – möglicherweise trug die Fotografier-Leidenschaft unseren Fotografen ja auch über die Landkreisgrenzen hinaus. Das wäre dann allerdings kein schweres, sondern ein besonders schweres Fotorätsel.

Doch vielleicht hat sich ja auf den ersten Blick ein Leser wiedererkannt und kann sagen: Der Bursche mit der dunklen Hose, der in verträumter Pose auf den Weiher schaut, das bin ich. Dann sollten Sie uns mailen (redaktion-fuerth@pressenetz.de), unter diesem Artikel kommentieren oder einen Brief schreiben an die Fürther Nachrichten, Schwabacher Straße 106, 90763 Fürth.

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