Betreiber hält Vorwürfe für haltlos

Fränkischer Hanf-Händler im Visier: Posttraumatische Störung nach Razzia

Tobi Lang

Redakteur

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12.12.2022, 06:13 Uhr
Der CBD-Laden "Hemp Society" in Fürth ist beliebt, eigentlich läuft das Geschäft. Razzien bringen die kleine Kette aber in Not.

© privat Der CBD-Laden "Hemp Society" in Fürth ist beliebt, eigentlich läuft das Geschäft. Razzien bringen die kleine Kette aber in Not.

Florian Söllner rechnet als Cannabis-Aktivist und Geschäftsführer des Fürther CBD-Ladens "Hemp Society" mit vielem. Razzien sind für ihn nichts neues. Und trotzdem hat Söllner Wochen nach einem größeren Polizeieinsatz in dem Laden für legales Hanf noch mit den Vorfällen zu kämpfen. "Die kommen unangekündigt mit dem USK, acht Personen - normale Zivilklamotten aber schusssichere Weste. Die schreien rum, Polizei, Polizei", skizziert er die Szenen.

Der Schaden nach der Razzia ist immens, mal wieder. "Wir haben immer Recht und Teile der Ware zurückbekommen", erklärt der Hanfunternehmer mit Blick auf frühere Razzien. So, davon geht er aus, wird es auch diesmal sein. Söllner sagt: "Wenn ich illegale Drogen verkaufen wollen würde, würde ich sicher kein Geschäft in der Innenstadt machen."

Spurlos geht der Vorfall an ihm nicht vorbei. Nachdem es fast zeitgleich mit dem Polizeieinsatz einen Farbanschlag von einem psychisch Kranken gab, leidet der Geschäftsführer unter einer posttraumatischen Störung. "Der Doppelpack mit dem Angriff und der Razzia war ein Treffer."

Wie es ihm geht, wie der Einsatz ablief und warum die Vorwürfe aus Sicht von "Hemp Society" absurd sind, lesen Sie im Hintergrundartikel auf NN.de.