Freiwillige Feuerwehr in Feststimmung

4.5.2012, 10:00 Uhr
Gerd Neubauer, Vorsitzender des Fürther FFW-Vereins (links), begrüßte beim Festkommers Bayerns Innenminister Joachim Herrmann.

© Peter Dennerlein Gerd Neubauer, Vorsitzender des Fürther FFW-Vereins (links), begrüßte beim Festkommers Bayerns Innenminister Joachim Herrmann.

Als sich am Abend im Katastrophenschutzzentrum des BRK rund 450 geladene Gäste einfanden, konnten die Aktiven der Jubelwehr bereits auf einen gelungenen Festzug von ihrer Feuerwache in der Mühlstraße zur Michaelskirche und auf einen Festgottesdienst zurückblicken. Davor hatten sie der Toten der Wehr gedacht.

Beim Festkommers überbrachten den Fürthern zahlreiche Gäste aus Politik und von befreundeten Wehren ihre Glückwünsche. Der Schirmherr, Fürths Oberbürgermeister Thomas Jung, bedankte sich für die allzeit gute Zusammenarbeit und den Einsatzwillen der Männer. Als Anerkennung überreichte er einen Scheck der Sparkasse Fürth — und legte aus dem Stadtsäckel noch ein kleines Zubrot drauf.

Dem Dank schloss sich der bayerische Innenminister Joachim Herrmann an, der in seiner Ansprache die Zukunft des Ehrenamts beleuchtete und zu dem Schluss kam: „Auch im 21. Jahrhundert brauchen wir die Männer und Frauen der Freiwilligen Feuerwehren.“

Christian Schmidt, Staatssekretär im Verteidigungsministerium, konnte erste Zeichen der Entwarnung in der Frage einer europäischen Arbeitszeitrichtlinie für das freiwillige Ehrenamt geben. Nach Informationen aus Brüssel werde sie keine Anwendung auf die Feuerwehren in Deutschland finden. Schmidt schränkte allerdings ein: „Es gibt noch nichts Schriftliches von der EU-Kommission.“

Der stellvertretende Chef der Fürther Berufsfeuerwehr, Jürgen Baumeister, überbrachte die Grüße seiner Belegschaft und wies auf die besonderen Verflechtungen hin: Die Berufsfeuerwehr ist vor 57 Jahren aus den Reihen der Freiwilligen Feuerwehr hervorgegangen. „Deshalb wünscht die 57-jährige Tochter ihrer 150-jährigen Mutter heute also alles Gute zum Geburtstag“, so Baumeister.

Der Festkommers war Auftakt zu einer über das Jahr verteilten Reihe von Aktivitäten, die dazu beitragen sollen, den Bekanntheitsgrad der Freiwilligen Feuerwehr in der Bevölkerung zu steigern und die Verbundenheit Fürths mit seinen Freiwilligen zu demonstrieren. Höhepunkt und Abschluss wird der Ball der Freiwilligen Feuerwehren im Oktober in der Stadthalle sein.

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