Dienstag, 19.11.2019

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Frischzellenkur fürs Bürgeramt Nord

Stadt verspricht mehr Service und erweiterte Öffnungszeiten nach der Modernisierung - 17.01.2019 06:00 Uhr

Das ehemalige Stadelner Rathaus ist ziemlich in die Jahre gekommen und wird nun von der WBG Fürth grundlegend saniert. Nach dem Umbau können die Bürger des Fürther Nordens mit kürzeren Wartezeiten rechnen. © Foto: Hans Winckler


Einladend ist anders: Wer bisher im Bürgeramt Nord wegen einer Verlängerung seines Ausweises oder einer Ummeldung seiner Wohnung einen Termin hatte, fand sich zunächst auf harten Stühlen im wenig einladenden Treppenhaus wieder. Immerhin gibt es schon eine Aufrufanlage ("rot: Bitte warten, grün: Bitte eintreten"). "Alles sehr erbärmlich", beschreibt Oberbürgermeister Thomas Jung die Zustände. "Das würde man eher in Ostsibirien erwarten." Das soll sich nun ändern. Das letztmals in den 1950er Jahren umgebaute Gebäude in der Stadelner Hauptstraße 96, das vor der bayerischen Gebietsreform 1972 als Rathaus diente, wird von der WBG Fürth gekauft und grundlegend saniert. Im April soll mit den Arbeiten begonnen werden. WBG-Geschäftsführer Rolf Perlhofer rechnet damit, dass der Umbau bis zum Jahresende abgeschlossen sein wird. Die Kosten dafür beziffert er auf 850 000 Euro. Das Gebäude, das nicht unter Denkmalschutz steht, verfügt über eine Bruttogeschossfläche von 560 Quadratmetern.

Ansprechender Warteraum

Neben einer Erweiterung von heute zwei auf künftig vier Schalter können sich die Mitarbeiter auf einen Aufenthaltsraum freuen, der bisher fehlt – und die Bürger auf einen ansprechenden Warteraum. Auch die Öffnungszeiten werden ausgedehnt. Bisher ist das Bürgeramt Nord nur an zwei Tagen besetzt. Während der Umbauzeit stehen das Bürgeramt Mitte und das Bürgeramt Süd als Alternative zur Verfügung.

Außer dem Umbau der Räumlichkeiten des Bürgeramts im ersten Stock steht eine komplette energetische Sanierung an sowie die Erneuerung der Heizung, der Sanitäranlagen und der Elektrik. Die Fassade, so Perlhofer, wird nach den Umbauplänen aus den 1950er Jahren behutsam wiederhergestellt. Dabei soll nach den Worten von Oberbürgermeister Thomas Jung auch das Stadelner Wasserrad zur Geltung kommen. Schließlich hänge an dem ehemaligen Rathaus eine Menge Identität. Im Hof sind zwei Ladestationen für Elektrofahrzeuge vorgesehen.

Für die übrigen Nutzer des Gebäudes ändert sich nur wenig. Ihre Räume bleiben von der Sanierung – abgesehen von den Sanitäranlagen und der Verkabelung – weitgehend unberührt. Neben dem Stadelner Jugendrotkreuz im zweiten Obergeschoss und dem Gehörlosenverein im Erdgeschoss gehört auch die Freiwillige Feuerwehr dazu.

Hans-Joachim Winckler

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