Fürth bekommt einen neuen Recyclinghof

2.11.2015, 06:00 Uhr

© Archivfoto: Scherer

Wie die FN auf Nachfrage im Rathaus erfahren haben, kommen derzeit zwei Flächen infrage, deren genaue Lage Umweltreferent Christoph Maier mit Verweis auf die laufenden Kaufverhandlungen noch nicht preisgibt. Er verrät aber immerhin so viel: Die eine wäre im Nordosten der Stadt, die andere in der Nähe des Hafens.

Dass man im Rathaus überhaupt an einen Umzug denkt, hat zwei Gründe. Zum einen wurde das Areal an der Jakobinenstraße von einem Bauunternehmen gekauft, das Gewerbeimmobilien hochziehen möchte, wo heute noch Müll gesammelt wird. Zum anderen geht es in Atzenhof am Fuße des Solarbergs bisweilen äußerst beengt zu — vor allem, so Maier, wenn die von den Bürgern gefüllten Container abtransportiert werden müssen. Angenommen werden an beiden Standorten Glas, Papier, Holz, Metalle, Altkleider, Styropor, Kork, CDs, Altfett, Restmüll (in kleinen Mengen kostenfrei) sowie Elektroschrott, Sperrmüll und Sondermüll.

Um beide Altstandorte zu ersetzen, muss der neue Recyclinghof entsprechend groß ausfallen, die Rede ist von einer Fläche von über rund 5000 Quadratmeter. Betrieben wird er ausschließlich von der Stadt. „Wir haben das Personal und wir haben das Know-how, es gibt keinen Grund zu privatisieren“, sagt der Umweltreferent. Derzeit führt die Kommune allerdings nur die Sammelstelle Atzenhof in Eigenregie. Der Recyclinghof an der Jakobinenstraße wird von der Firma Bonn im Auftrag der Stadt geleitet. Das Unternehmen erhält zu diesem Zweck jährlich einen Betriebskostenzuschuss aus dem Rathaus.

Die Zeit drängt

Die Zeit drängt ein wenig: Laut Maier hat der neue Eigentümer der Fläche an der Jakobinenstraße dem Recyclinghof eine Frist bis Februar 2017 gesetzt. Bis dahin muss der Umzug über die Bühne gegangen sein. Planungen für das neue Areal gibt es bereits. So will die Stadt darauf achten den Anlieferverkehr der Bürger strikt von der Containerabholung zu trennen. Denkbar sei das mit einem inneren und einem äußeren Wegering.

Den Müll können die Fürther künftig nicht nur überdacht, sondern auch ebenerdig einwerfen. Zwar werden die Container nicht im Boden versenkt, dafür werden Rampen es ermöglichen, mit dem Auto auf gleiche Höhe mit dem Container zu fahren. Auch an eine dauerhafte Schadstoffsammelstelle für Batterien, Lacke, Farben oder Chemikalien ist gedacht. Weil unter anderem Aufenthaltsräume für die Mitarbeiter benötigt werden, muss die Kommune darüber hinaus Gebäude errichten.

Wann es losgeht, hängt davon ab, wie schnell die Stadt eines der beiden Grundstücke erwerben kann.

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