Fürth Festival: Feierlaune in der Kleeblattstadt

7.7.2013, 12:00 Uhr
Auf der Fürther Freiheit fungierte das Publikum beim Gnadenlos Grand Prix am Freitagabend begiestert als Jury.

© Hans-Joachim Winckler Auf der Fürther Freiheit fungierte das Publikum beim Gnadenlos Grand Prix am Freitagabend begiestert als Jury.

Punkt 22 Uhr verstummten am Freitag und Samstag die Bands auf den Bühnen in der Gustavstraße und am Waagplatz.. Auf der Fürther Freiheit, am Grünen Markt, Kirchenplatz und im Rathaushof  durfte die Musik eine Stunde länger spielen. Der Unmut des Publikums vor dem Haus eines der Kläger gegen den Lärm hielt sich in Grenzen.

Am Freitagabend wurde der Mann von einer Gruppe junger Festbesucher beim Gang nach Hause bedrängt. Die Polizei sorgte dafür, dass die Situation nicht eskalierte. Und am Samstag skandierten SpVgg-Fans, denen zuvor die "Travelling Plamates" eingeheizt hatten, an die Adresse des Klägers: "Wir sind Fürther und du nicht". Das Haus des besagten Anwohners wurde von Security-Kräften bewacht. Die Polizei hielt sich mit Kräften ihres Unterstützungskommandos im Hintergrund..

Als Stimmungsnest entpuppte sich der Rathaushof, wo lateinamerikanische Klänge die Sommernacht erfüllten. Auch Oberbürgermeister Thomas Jung feierte hier lieber etwas länger. „Wir wollen noch nicht um 22 Uhr schlafen müssen“, stand auf einem Plakat am Eingang zum Kirchenplatz. Ein paar Schritte weiter, auf der Bühne an der Michaelskirche begeisterten „The Shiny Gnomes“ mit Rockballaden, während am Gauklerbrunnen des Grünen Marktes „Purple Mania“ den Mythos von Deep Purple beschwor.

Andrang vor den Bühnen

Vor den Bühnen war kein Durchkommen mehr. Hier wurde getanzt, andächtig gelauscht und begeistert applaudiert. Die Plätze der meisten Straßenwirtschaften waren nahezu restlos besetzt. Auch das Lim-Haus hatte geöffnet und die Feierlustigen mit Spezialitäten aus der Partenstadt Limoges angelockt. Zwischen den musikalischen Schauplätzen flanierten Menschen entspannt mit Getränken in der Hand.

Die Atmosphäre am Eröffnungsabend stand der des Nürnberger Bardentreffens nicht nach. Während von den Bühnen elektronisch verstärkte Klänge ins Publikum zogen, hielten zwei Violinistinnen in der Fußgängerzone unplugged, aber nicht weniger fesselnd mit klassischer Musik dagegen. Gerade mit der Vielfalt an Musikstilen kann das Fürth Festival auftrumpfen. Für alle Generationen und Altersgruppen hat es Passendes im Angebot. Das reicht von Rockmusik für Kinder am Sonntag ab 15 Uhr auf dem Waagplatz bis hin zur ABBA-Nacht am Samstag ab 19 Uhr auf der Fürther Freiheit.

Für Speis und Trank ist an allen Ecken und Enden gesorgt und am verkaufsoffenen Sonntag haben ab 13 Uhr viele Läden geöffnet. Um 14 Uhr startet am Sonntag am Engelhardtsteg ein großes Benefiz-Gummientenrennen.

Launige Unterhaltung ist am Sonntag seit 11 Uhr auf der Freiheit angesagt. Zum Weißwurst-Frühschoppen laden Martin Rassau, Bernhard Ottinger, Oti Schmelzer und Stadtkapelle Zirndorf. Ab Nachmittag gibt es dann Comedy und Concert mit den Fürther Spaßvögeln Heißmann und Rassau.

 

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