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Donnerstag, 17.10.2019

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Fürth: Neue Sportfläche ohne Mikroplastik

Städtischer Kunstrasenplatz hinter dem Neubau der Feuerwache federt mit Kork - 08.10.2019 16:00 Uhr

Vor der Kulisse des Rohbaus der Feuerwache wird seit Schuljahresbeginn munter gekickt. Der Kunstrasen kann wesentlich länger genutzt werden als ein natürlicher Rasenplatz. © Armin Leberzammer


Im Hintergrund werkeln die Bauarbeiter bereits am Innenausbau der künftigen Feuerwehrwache, vorne leuchtet das Immergrün des neuen Kunstrasenplatzes.

Die künftigen Nachbarn von der Berufsfeuerwehr waren auch der Grund für die mit über 800 000 Euro vergleichsweise teure Investition. Denn wo vorher zwei Plätze zur Verfügung standen, reicht die Fläche wegen des Feuerwehrneubaus nun nur noch für einen.

Für die Anlage eines Kunstrasenplatzes sprach laut Bürgermeister Markus Braun, dass man diesen ungleich intensiver als einen aus Naturrasen bespielen könne. "Der Platz ist heiß begehrt", so Braun. Er stehe werktags von 8 bis 22 Uhr zur Verfügung und werde an den Wochenenden ebenfalls genutzt.

Die Stadt betrete damit Neuland, wie der Leiter des Grünflächenamts, Ernst Bergmann, betont. Zwar benötige der erste stadteigene Kunstrasenplatz keine Ruhephasen, aber eben doch eine besondere Pflege. Allein dafür wurden Gerätschaften im Wert von 64000 Euro angeschafft. Mindestens einmal wöchentlich fährt der Kleintraktor mit einem speziellen Arbeitsgerät darüber, um die Halme aufzurichten. Nicht ganz so häufig müsse das Füllmaterial gerüttelt, gesiebt und eventuell nachgefüllt werden.

Pflege ist wichtig

Als Füllmaterial ist übrigens nicht ein wegen möglicher Auswaschungen von Mikroplastik in die Kritik geratener Kunststoff im Einsatz, sondern Korkgranulat auf natürlicher Basis. Was die Haltbarkeit des Platzes betrifft, muss sich Bergmann mangels eigener Erfahrungen auf die entsprechende Literatur berufen - er rechnet mit 15 Jahren, "bei schlechter Pflege zehn, bei guter Pflege auch 20 Jahre".

Unterstützt hat das Projekt einmal mehr der Fürther Unternehmer und Mäzen Carl Friedrich Eckart mit seiner Stiftung und einer großzügigen Spende in Höhe von 300 000 Euro. Unter anderem beim benachbarten und bestens frequentierten Skaterpark sowie der Innenstadtvolksbücherei trat der Träger der Goldenen Bürgermedaille als engagierter Gönner besonders für Kinder und Jugendliche in Erscheinung, wie Oberbürgermeister Thomas Jung betont. "Das hier ist der nächste Geniestreich", so Jung im Hinblick auf den eingesetzten Naturkork. Eckart selbst zeigte sich beeindruckt; er hofft, dass der Platz möglichst vielen Menschen Freude bereitet. Zur Gesamtanlage, die seit April innerhalb von gut vier Bau-Monaten entstand, gehören auch Flutlicht und Ballfangzäune.

Armin Leberzammer

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