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Fürth verlängert die Rabatt-Aktion für die City

Hilfe für den Handel: Auch die Steiner Weihnachtsschecks waren begehrt - 12.12.2020 13:00 Uhr

Hilfe für die Innenstadt: Die Gutscheine können in den Läden und Gastrobetrieben eingelöst werden, die zur Initiative "Ein Herz für Fürth" gehören.
 

26.11.2020 © Tim Händel


Ein schwieriges Jahr liegt hinter Händlern und Gastronomen. Auf verschiedenen Wegen versucht die Stadt Fürth, sie zu unterstützen – einer davon sind die bezuschussten Gutscheine, die man seit 3. November über das Internet-Portal "Ein Herz für Fürth" kaufen konnte.


"Ein Herz für Fürth": Rabatt-Aktion soll der City helfen


Das funktionierte so: Beim Kauf eines Gutscheins im Wert von 20 bis 200 Euro gab’s 20 Prozent geschenkt dazu. 10.000 Euro aus dem Corona-Hilfspaket für die Innenstadt hatte die Kommune dafür bereitgestellt. Einlösbar sind die Gutscheine in den mehr als 50 Geschäften und Gastro-Betrieben, die mittlerweile zur Initiative "Ein Herz für Fürth" gehören.

Exakt einen Monat, bis zum 3. Dezember, hat es gedauert, bis der Zuschuss aufgebraucht war: 952 subventionierte Gutscheine wurden in diesem Zeitraum verkauft, der Gesamtwert (inklusive des Anteils der Stadt) liegt bei 50.000 Euro, wie die Initiative mitteilt. Jeder Käufer orderte im Schnitt 2,9 Stück.

Inzwischen hat das Wirtschaftsreferat angekündigt, die Aktion bis Weihnachten zu verlängern. Das freut auch die Innenstadtbeauftragte Karin Hackbarth-Herrmann, schließlich dürften so noch ein paar weitere Gutscheine für Fürther Läden statt für Amazon und Co. unterm Weihnachtsbaum landen.

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Damit die Unterstützung wirklich ankommt, sei es wichtig, dass Käufer und Beschenkte ihre Gutscheine auch einlösen, betont Marlon Hassel, der "Ein Herz für Fürth" mitinitiiert hat. Insgesamt wurden im November sogar Gutscheine im Wert von über 70.000 Euro über das Portal erworben. Hassel: "Das übertrifft unsere Erwartungen." 6200 Euro flossen dabei in "normale" Coupons für einzelne Läden. 16 000 Euro kamen hinzu, weil Firmen die Gutscheine als Weihnachtsgeschenk und Aufmerksamkeit für Mitarbeiter entdeckten.

Ansturm auf die "Weihnachtsschecks"

Einen noch größeren Ansturm allerdings erlebten Steins Bürgermeister Kurt Krömer und die geschäftsführende Beamtin, Claudia Kopp: Mit Heizlüfter und dicken Jacken hatten sie es sich im Eingangsbereich des Rathauses gerade einigermaßen gemütlich gemacht, da gingen die "Weihnachtsschecks" der Faberstadt bereits weg wie warme Semmeln.

Bürgermeister Kurt Krömer und Claudia Kopp haben „Weihnachtsschecks“ verkauft. Bürger lobten die schnelle, unbürokratische Hilfe für den Steiner Handel.

09.12.2020 © Foto: Thomas Scherer


"Nach gut zwei Stunden waren schon 1300 der 2500 Wertschecks verkauft", sagte Krömer erfreut. Das Besondere: Für eine Kaufkraft von 50 Euro zahlten die Steiner lediglich 30 Euro. Den Differenzbetrag legte die Stadt im Rahmen der Wirtschaftsförderung drauf.

Damit möglichst viele die Chance auf den verbilligten Einkauf hatten, durfte jeder Steiner ab 14 Jahren maximal fünf Schecks zu je 10 Euro erwerben. Der Verkauf lief an zwei Tagen – zwei Stunden vor dem offiziellen Ende hieß es schließlich: ausverkauft! "Ich bin von dem Zusammenhalt und der Solidarität unserer Bürger überwältigt", sagte Krömer.

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