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Freitag, 27.11.2020

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Fürther Arbeitsmarkt bleibt auch im Oktober stabil

Die Zahl der Arbeitssuchenden sank weiter - 30.10.2020 10:57 Uhr

Etwas mehr Anträge auf Kurzarbeitergeld gingen im Oktober bei der Agentur für Arbeit ein. Knapp 1500 Betriebe in Fürth nutzen derzeit diese Unterstützung.

29.10.2020 © Marius Schwarz/imago


Die positiven Nachrichten vom Arbeitsmarkt setzen sich auch im Oktober fort: Die Arbeitslosenzahlen sanken erneut. Wie schon im September war es vor allem die Gruppe junger Menschen zwischen 15 und 25 Jahren, die am stärksten profitierte. Jürgen Wursthorn, Sprecher der Fürther Agentur für Arbeit, sieht die Corona-Pandemie als Grund für diesen Rückgang. "Viele Arbeitgeber haben erst einmal abgewartet, wie sich die Lage entwickelt", sagt er. Später als sonst hätten sie sich auf die Suche nach Azubis gemacht.

Aber auch für die übrigen Arbeitnehmer brachte der Oktober eine gewisse Entspannung. Für den Agenturbezirk Fürth, zu dem neben Fürth und Erlangen auch die Landkreise Fürth, Erlangen-Höchstadt sowie Neustadt-BadWindsheim zählen, bedeutet dies, dass 12 967 Menschen arbeitslos waren – 480 Personen oder 3,6 Prozent weniger als im September.

Düsterer sieht das Bild mit Blick auf das Vorjahr aus. Im Vergleich dazu waren es 3125 oder 31,8 Prozent mehr. Die Arbeitslosenquote liegt bei 3,8 Prozent. Das entspricht 0,1 Prozentpunkte weniger als im September, aber 0,9 Prozentpunkte mehr als im Oktober 2019. In der bereits genannten Gruppe junger Menschen waren im Oktober 1275 Personen arbeitslos gemeldet. Das sind 233 oder 15,5 Prozent weniger als im Vormonat, allerdings 204 oder 19,0 Prozent mehr als vor einem Jahr.


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Auch in Fürth gibt es eine leichte Entspannung auf dem Arbeitsmarkt. Ohne Job waren im Oktober 4425 Männer und Frauen. Das bedeutet einen Rückgang von 168 Personen oder 3,7 Prozent. Die Arbeitslosenquote in der Kleeblattstadt liegt aktuell bei 5,8 Prozent. Das entspricht 0,2 Prozentpunkte weniger als noch im September. Im Oktober des vergangenen Jahres allerdings lag die Quote noch bei 4,7 Prozent.

Vergleichsweise etwas weniger positiv präsentierte sich die Zahl der gemeldeten freien Stellen. Mit Corona hat diese Zurückhaltung der Arbeitgeber aber wohl nichts zu tun. "Diesen Rückgang beobachten wir im Oktober eigentlich immer", sagt Wursthorn. 152 offene Stellen wurden im Oktober gemeldet. Das sind 17 Angebote oder 10,1 Prozent weniger als im September und 14 oder 8,4 Prozent weniger als vor einem Jahr.

Landkreis: Quote sinkt

Im Fürther Landkreis zeichnet sich ein ähnliches Bild ab. 2229 Menschen suchen hier nach einer Arbeit. Das sind 80 Personen oder 3,5 Prozent weniger als noch im Vormonat. Im Vergleich zum Oktober 2019 jedoch sind es 593 Männer und Frauen oder 36,2 Prozent mehr. Die Arbeitslosenquote liegt derzeit bei 3,3 Prozent (September: 3,4 Prozent). Das sind 0,8 Prozentpunkte mehr als noch im Vorjahresmonat.

Auch freie Jobs findet man im Landkreis derzeit etwas weniger. 102 Stellenangebote gibt es momentan; 13 Angebote oder 11,3 Prozent weniger als noch im September und zehn oder 8,9 Prozent weniger als im letztjährigen Oktober.

Gestiegen ist die Zahl der Unternehmen, die Kurzarbeit für ihre Beschäftigten angemeldet haben. Elf waren es in Fürth (September: drei), im Landkreis waren es sieben im Vergleich zu fünf im Vormonat.


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Ob im November, nach dem neuerlichen Teil-Lockdown, noch mehr Unternehmen auf dieses Instrument zurückgreifen werden, vermag Jürgen Wursthorn nicht vorherzusagen. "Wenn die Beschränkungen nur einen Monat gelten, könnte es sein, dass einige diese Zeit auch so überbrücken können."

In Fürth befinden sich derzeit knapp 1500 Betriebe in Kurzarbeit. Wie vielen diese Maßnahme nicht durch die Krisenzeit geholfen hat, wird sich frühestens in einem Monat zeigen. Am 30. September nämlich war die Meldepflicht für zahlungsunfähige Unternehmen. Solche, die lediglich überschuldet sind, müssen dies bis 31. Dezember kundtun.

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