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Dienstag, 07.07.2020

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Fürther Busse: Weit entfernt vom Normalbetrieb

Damit der ÖPNV sicher ist, hat die infra umfangreiche Maßnahmen getroffen - 02.06.2020 06:00 Uhr

Noch immer nutzen sehr viel weniger Fürther als sonst die Busse. Die infra schätzt den Fahrgastschwund auf bis zu 80 Prozent. © Foto: Hans-Joachim Winckler


Vorgeschrieben ist für die Fahrgäste ein Mund-Nasen-Schutz, die Busfahrer sitzen hinter einer Plexiglasscheibe. Die ersten Regeln, die die infra im März zum Schutz vor Corona erließ, wurden in den vergangenen Wochen überarbeitet und angepasst.

Möglichst kontaktlos soll die Fahrt verlaufen, weshalb an jeder Haltestelle angehalten wird, ohne vorher den Haltewunschknopf drücken zu müssen. Diese Vorgabe allerdings funktioniert nicht immer ganz reibungslos, räumt infra-Verkehrschef Klaus Dieregsweiler ein. "Leider kommt es immer wieder mal vor, dass die Fahrer einfach weiterfahren und nicht überall stoppen."

Vielleicht, so seine Vermutung, passiere dies aus Gewohnheit. Wenn niemand an der Haltestelle steht und kein Knopf gedrückt wird, fahre der eine oder andere schon mal durch. Zumal die zusätzlichen Stopps schnell dazu führen, dass der Fahrplan nicht pünktlich eingehalten werden kann. Dieregsweiler wies deshalb kürzlich noch einmal die ganze Belegschaft darauf hin, dass diese Regel eingehalten wird.

Er appelliert aber auch an die Fahrgäste, ein wenig mitzuhelfen. Etwa, indem sie sich rechtzeitig vor der Haltestelle von ihrem Sitzplatz erheben oder per Winken darauf aufmerksam machen, dass sie aussteigen wollen. "Unsere erfahrenen Mitarbeiter haben den Fahrgastraum stets über einen Spiegel im Blick", sagt Dieregsweiler. "Bekommen sie ein Signal, reagieren sie."

Nicht ganz reibungslos klappt zuweilen auch der Ein- und Ausstieg ohne Knopfdruck über die hintere Tür. Das allerdings ist ein technisches Problem. Bei neueren Fahrzeugen, so Dieregsweiler, kann der Fahrer die hintere Tür nicht manuell öffnen. Dafür braucht es nach wie vor den Impuls, den der Fahrgast per Knopfdruck gibt. In Bussen, in denen dieser nötig ist, weisen Zettel darauf hin.

All diese Regelungen, aber auch der immense Fahrgastschwund zeigen, dass der Busverkehr noch nicht wieder so läuft, wie gewohnt. Zwar liegen noch keine endgültigen Zahlen vor, aber der Verkehrschef geht davon aus, dass in den vergangenen Wochen zwischen 70 und 80 Prozent weniger Fürther Bus fuhren.

Halten Fahrer nicht an jeder Haltestelle, wäre es für die infra gut zu wissen, wo es nicht geklappt hat. Durchgeben kann man dies über die Rufnummer (09 11) 97 04 48 00.

 

 

 

 

gwen

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