Fürther Fußgänger bekommen in der Hallstraße mehr Platz

15.10.2018, 06:00 Uhr
An der Ecke von Hall- und Moststraße endet gegenwärtig das Fußgängerzonenpflaster. Das soll sich ändern.

An der Ecke von Hall- und Moststraße endet gegenwärtig das Fußgängerzonenpflaster. Das soll sich ändern. © Foto: Thomas Scherer

Die Hallstraße beginnt an Fürths Neuer Mitte. Von dort, wo erst kürzlich Hugendubel eröffnet hat, führt sie – vorbei an Stadttheater und Amtsgericht – bis hinunter zur Königstraße. Zur Fußgängerzone gehört bislang nur das obere Drittel, genau genommen der Abschnitt bis zur Moststraße.

Allerdings: Im Rathaus will man erkannt haben, dass die Hallstraße "durchgängig eine sehr hohe Bedeutung für den Fußgängerverkehr" hat. Und diese wird künftig wohl sogar noch zunehmen. Zum einen, wenn das City-Center wiedereröffnet, das bekanntlich einen Eingang auf Höhe des Stadttheaters hat. Zum anderen dann, wenn – wie geplant – das gesamte Areal zwischen dem Theater, dem Amtsgericht und der Kirche Unsere Liebe Frau ab dem nächsten Jahr umgebaut wird und Platzcharakter erhält.

Raus aus dem Parkhaus

Das neue Ziel der Stadtplaner lautet daher, die Hallstraße "möglichst fußgängerfreundlich" zu gestalten. Die Fürther sollen dort "flanieren" können, heißt es, und Gastronomen die Möglichkeit bekommen, attraktive Außenbereiche zu schaffen. Klar ist aber auch: In eine reine Fußgängerzone wird sich die Hallstraße nicht verwandeln – ganz aussperren lässt sich der Autoverkehr nach Angaben aus dem Rathaus nämlich nicht. Gegenwärtig gilt: Autofahrer müssen das Parkhaus der Neuen Mitte nach links in die Moststraße verlassen. Von dort gelangen sie über die Hall- und über die Alexanderstraße wieder auf die Hauptverkehrsrouten. An dieser Regelung kann und will die Stadt nicht rütteln. Außerdem dürfe der Lieferverkehr für die Geschäfte in der Hallstraße nicht unterbunden werden.

Wie der Umbau im Detail aussehen soll, ist heute noch unklar. Im Bauausschuss haben die Stadträte die Verwaltung jetzt damit beauftragt, Planungsentwürfe zu erstellen. Fest steht bislang nur, dass der Fußgängerbereich erweitert und dasselbe Pflaster wie im oberen Bereich der Straße erhalten soll – allerdings nur bis zu jenem Punkt am Amtsgericht, an dem der neue Platz entstehen soll. Dort ist dann Kopfsteinpflaster vorgesehen.

Auch die Radfahrer sollen zu ihrem Recht kommen: Die Stadt stuft die Hallstraße als wichtige Radverkehrsachse zwischen Wiesengrund und Innenstadt ein.

Pläne bis zum Frühjahr

Bis zum Frühjahr sollen die Entwürfe vorliegen, dann muss sich die Kommunalpolitik mit ihnen befassen. Wann die Stadt den Umbau starten kann, steht indes noch in den Sternen. Erschwerend kommt hinzu, dass sie ihn mit zwei wichtigen Baumaßnahmen im Gebiet abstimmen muss: mit der Wiederbelebung des City-Centers sowie mit dem barrierefreien Zugang, den das Amtsgericht in der Hallstraße erhalten soll.

Vor dem Justizgebäude, heißt es, werden Anfang 2019 die Bagger rollen. Zwei Jahre später soll das 2,8-Millionen-Euro-Projekt (Anbau und neuer Eingang) fertig sein. Das City-Center wiederum, das nach langem Leerstand unter dem Namen Flair Fürth einen Neustart wagt, wird schon seit diesem Sommer entkernt. 26 000 Quadratmeter Verkaufsfläche müssen auf einen modernen Standard gebracht werden. Die große Eröffnung soll – wenn alles klappt – im Jahr 2020 gefeiert werden.

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