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Donnerstag, 22.08.2019

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Fürther IHK-Prüflinge: "Gestalten Sie den Wandel"

Bei der Verleihung der Zeugnisse gab es Ermunterung, aber auch Mahnungen - 04.08.2019 21:00 Uhr

Eingerahmt von den IHK-Vertretern Maike Müller-Klier (li.) und Hannes Streng (re.) strahlen die Prüfungsbesten Jasmin Daßdorff, Celina Losert, Michael Nahr und Axel Bodem (von links). © Foto: Thomas Scherer


"Die jungen Leute holen sich heute ihren Lohn ab. Sie haben ihre Ausbildung durchgezogen mit ihren Höhen und möglicherweise auch Tiefen", sagte sie in Richtung der frischgebackenen Jung-Kaufleute. Und: "Mein Dank geht an die Ausbilder und die Prüfer für ihr ehrenamtliches Engagement." Die besten IHK-Berufsabschlüsse schafften Axel Bodem, Kaufmann für Büromanagement, Michael Nahr, Kaufmann im Einzelhandel, die Industriekauffrau Celina Losert und die Verkäuferin Jasmin Daßdorff.

Fürths Bürgermeister Markus Braun dankte der Industrie- und Handelskammer für den feierlichen Rahmen der Abschlussfeier. Eine Ausbildung sei ein ganz wichtiges Fundament, das sich für die jungen Männer und Frauen in Zukunft mehrfach auszahlen werde, so Braun. "Die Tore zur Arbeitswelt stehen Ihnen offen wie niemals zuvor. Aber sie wandelt sich auch durch die Digitalisierung", mahnte Braun. "Warten Sie nicht ab, was passiert, sondern gestalten Sie den Wandel aktiv mit!"

Jutta Böhm, stellvertretende Leiterin der Ludwig-Erhard-Berufsschule in Fürth, erinnerte die Absolventen daran, dass sie zwar mit ihrer Bildungskarriere ein gutes Stück vorangekommen sind; es sei aber wichtig, auch weiterhin am Ball zu bleiben. "Lernen ist wie Rudern gegen den Strom: Wenn Sie aufhören, treiben Sie zurück."

Landrat Matthias Dießl ermunterte die Kaufleute, sich ihr breitgefächertes Wissen möglichst lange zu erhalten. "Fachkräfte sind ständig gesucht. Ihnen braucht es vor der Zukunft nicht bange zu sein."

Der IHK-Vizepräsident und Chef der Baustoff-Union, Hannes Streng, schlug in seiner Festansprache auch ernstere Töne an. Die Gesellschaft des 21. Jahrhunderts sei eine Wissensgesellschaft, die durch rasante Geschwindigkeit beeindrucke. Deswegen gehe die Schere zwischen einfachen Arbeitsplätzen und Spitzen-Jobs immer mehr auseinander. Dazu komme der demografische Wandel.

"Sie können sich jetzt schon mal darauf einstellen, dass Sie länger arbeiten müssen als die Rentner heutzutage", prognostizierte Streng. Wem es wichtig sei, Privat- und Arbeitsleben in Einklang zu bringen, der müsse auf manches verzichten.

"Das bedeutet vielleicht, kein Auto zu haben, nur einmal im Jahr in den Urlaub zu fahren und sich nicht das neueste Handy leisten zu können", meint Streng. Fleiß und lebenslanges Lernen seien das A und O für eine beruflich erfolgreiche Zukunft. "Bleiben Sie am Ball. Ruhen Sie sich nicht zu lange auf Ihren Lorbeeren aus. Arbeitgeber unterstützen junge und engagierte Angestellte", so Strengs Rat. 

Thomas Scherer

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