Fürther Kirchen wollen die Not lindern

27.9.2014, 16:00 Uhr

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Wie Erwin Bartsch, zuständig für Asylbewerber der Zentralen Aufnahmeeinrichtung in Zirndorf, erläutert, sollen von dem Geld etwa Windeln und Hygieneartikel gekauft werden, aber auch Babynahrung und Babymilch für Säuglinge und Neugeborene in den Notunterkünften. Einzelne Sachspenden machen laut Bartsch angesichts des aktuell großen Bedarfs keinen Sinn.

Schon am letzten Wochenende wurde beim Fürther Grafflmarkt von einem Team aus Ehrenamtlichen der Kirchengemeinde Sankt Michael Graffl-Ware der Gemeindemitglieder zugunsten der Flüchtlingsarbeit verkauft.  50 Prozent des überraschend hohen Erlöses von 1104 Euro gehen an „Ärzte ohne Grenzen“.  Auf den verbleibenden Eigenanteil verzichtet die Kirchengemeinde in diesem Jahr angesichts der Fürther Flüchtlingssituation. Beim Verkauf hätten sie immer wieder die Erfahrung gemacht, dass die Käufer gerne ein wenig mehr Geld gegeben haben, weil es für einen guten Zweck war, berichten die Ehrenamtlichen. „Dies zeigt, dass die Fürther Bevölkerung die Flüchtlingsarbeit gerne unterstützt“, stellt Dekan Jörg Sichelstiel erfreut fest.

Ehrenamtliche Helfer und Helferinnen stellten sich spontan auch beim Gemeindefest der Wilhelm-Löhe-Gemeinde am vergangenen Sonntag zur Verfügung. Das ehemalige Möbelhaus Höffner, das inzwischen 300 Flüchtlingen Unterschlupf bietet, befindet sich auf dem Gebiet der Ronhofer Kirchengemeinde. Dekan Jörg Sichelstiel und Sozialreferentin Elisabeth Reichert nutzten das Fest, um mit den Bewohnern des Stadtteils über die Stimmung vor Ort ins Gespräch zu kommen. 

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