Fürther lieben das Grün ihrer Stadt

13.8.2010, 19:00 Uhr

© Thomas Scherer

Ende vergangenen Jahres, das Quelle-Fiasko war noch jung, untersuchte die EU-Kommission die Lebensqualität in 20 deutschen Großstädte, darunter auch in Nürnberg und Fürth. Die jetzt vorliegende Auswertung der Umfrage schmeichelt Oberbürgermeister Thomas Jung. Denn 70 Prozent der Befragten finden, dass die Stadt verantwortungsvoll mit ihren Mitteln umgeht. In Nürnberg sind es nur 58 Prozent.

Schnelle und unkomplizierte Hilfe der Stadtverwaltung loben 60 Prozent (in Nürnberg nur 51 Prozent). Was die befragten Fürther auszeichnet, ist ihre Zuversicht. 64 Prozent glauben, dass es in den nächsten fünf Jahren in der Stadt schöner wird. In der Nachbarstadt erwarten das nur 55 Prozent. Auch im bundesweiten Vergleich fällt die Zufriedenheit der Fürther auf. Nur in zwei von 20 auf den Prüfstand gestellten Kategorien fällt ihr Urteil schlechter aus: außer den guten Arbeitsplätzen betrifft das die kulturellen Einrichtungen, wie Konzerthäuser, Theater, Museen und Büchereien. Allerdings fällt die Klage über das Defizit in diesem Bereich weitaus moderater aus als im Bezug auf die Arbeitsplätze, so dass Jung hier kaum Handlungsbedarf sieht

Elf Prozent der Befragten sind mit dem Kulturangebot unzufrieden. In Nürnberg sind es nur sechs Prozent, im Bundesdurchschnitt zehn Prozent. 75 Prozent sehen in Fürth den Arbeitsplatzmangel als Problem an. In Nürnberg 68 Prozent, im Bundesdurchschnitt 55 Prozent. Besser als der Bundesdurchschnitt und die Nürnberger bewerten die Fürther die Luftqualität und die Lärmproblematik.

Dass Fürth eine saubere Stadt ist, finden 74 Prozent der Befragten. Nürnberg kann sich mit 76 Prozent schmücken. Die Armut wird in Fürth als unproblematischer angesehen wie in Nürnberg und im Bundesdurchschnitt. Vergleichsweise besser wird in Fürth die Integration ausländischer Mitbürger und die Vertrauenswürdigkeit der Bevölkerung im Allgemeinen bewertet.

Von der Schönheit der Straßen und Gebäude sind die Fürther ebenfalls mehr angetan als die Nürnberger und der Bundesdurchschnitt. Relativ gute Noten bekommt das Angebot an Sportanlagen und Schulen. Im grünen Bereich, aber auch im Durchschnitt liegen die überwiegend positiven Bewertungen öffentlicher Plätze, der Gesundheitsversorgung und des Nahverkehrs. Grundsätzlich ermutigend stuft Jung die Erhebung ein, die freilich nur ein sehr begrenztes Situationsbild der Befindlichkeit liefert.