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Fürther Markt: Starker Start mit verwirrenden Öffnungszeiten

Die erste Bilanz fällt prächtig mit kleinen Einschränkungen aus - 11.06.2019 06:00 Uhr

Bummeln zwischen Adenaueranlage und Freiheit: Die Stadt ist mit dem Wochenmarkt in Fürth zufrieden. © Hans-Joachim Winckler


Nicht wenige standen verdutzt auf der neuen Marktmeile zwischen Adenaueranlage und Freiheit. Hatte es nicht geheißen, die Gastro-Stände seien bis 22 Uhr geöffnet? Warum also war schon gegen halb acht alles verrammelt? Und warum machen etliche der anderen Händler oft bereits vor sechs dicht – obwohl für sie doch der Zapfenstreich laut Stadt um 19 Uhr vorgesehen ist?

Horst Müller gibt auf Nachfrage der Fürther Nachrichten unumwunden zu: "Das ist nicht gut gelaufen." Man habe zwar "gehofft, dass es so funktioniert, aber wir waren zu blauäugig", sagt der städtische Wirtschaftsreferent, treibende Kraft hinter dem Projekt Wochenmarkt. Denn ein vorgeschriebener Start morgens um 7 Uhr und ein Ende um 19 Uhr bzw. 22 Uhr (Gastro) – das ist, wenn auch im Interesse der Kundschaft "gut gemeint", so Müller, schlichtweg unrealistisch. Und für manchen Betreiber schon personell nicht zu stemmen.

Bald klare Zeiten

Problem erkannt, Problem gebannt: Nach diesem Motto will die Stadt nun nachbessern. Für die normalen Händler in den festen Buden wird gelten: Von 9 bis 18 Uhr müssen sie geöffnet haben, wer früher anfangen oder aber länger bleiben möchte, darf das. Die Gastronomen wiederum haben Präsenzpflicht zwischen 10 und 19 Uhr, ansonsten gilt für sie dasselbe. Und mobile Stände, die nur tageweise in Fürth Station machen, sollen von 9 bis mindestens 16 Uhr an Ort und Stelle sein.

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Auch an einigen anderen Punkten diagnostizierte man "Kinderkrankheiten", wie eine fehlende Behindertenrampe oder zu wenige Stehtische in einem Aufenthaltsbereich, erzählt Müller. Doch das sei bei einem derartigen Vorhaben "normal". Und dass mancher Beschicker bei Sommerhitze versucht, mit selbstgebastelten Provisorien zu viel Sonneneinstrahlung auf die Ware zu verhindern, werde man schnell unterbinden – indem man passende Markisen nachliefert. Man dürfe bei "einem Markt, der relativ durchgestylt ist, keinen Schlendrian einreißen lassen", betont der Wirtschaftsreferent.

All das aber sei angesichts des bisher in seinen Augen überaus erfreulichen Verlaufs leicht zu verschmerzen. Denn Müllers Herzensprojekt, um das er lange bangen musste – es habe in den ersten Wochen "sensationell guten Zuspruch" erfahren. Tatsächlich kamen bisher selbst bei schlechterem Wetter erfreulich viele Menschen auf die frühere Bustrasse.

Erste "seriöse Bilanz" im Herbst

Das, so Müller, führe auch bei den Händlern zu einer durch die Bank positiven Stimmung – wie er sie in dieser sehr heterogenen Gruppe noch selten erlebt habe. Auch seine Erwartungen seien bisher "bei weitem übertroffen worden". Sicher, manches sei derzeit noch der Anfangseuphorie zuzuschreiben, dennoch ist er bester Dinge.

Eine erste "seriöse Bilanz" werde die Stadt erst ziehen, wenn die Container im Herbst wegen der Kirchweih zum ersten Mal weichen müssen. Und Müller unterstreicht: Man sei für Anregungen der Besucher jederzeit "dankbar".

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