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Fürther Pechhüttn: Der Baustart naht

42 Sozialwohnungen entstehen — Bäume wurden gefällt - 06.02.2018 16:00 Uhr

Der stattliche Bewuchs ist Geschichte, mehrere Bäume wurden gefällt. Nach Angaben des Grundstückseigentümers sowie der Stadt Fürth war das wegen der anstehenden Baumaßnahme unvermeidlich. © Foto: Hans-Joachim Winckler


Im September 2017 wurde publik, dass sich die Erlanger Firma GBI das Areal an der Ecke von Karolinenstraße und Schwabacher Straße gesichert hatte, nachdem die Pläne für ein Hotel an dieser Stelle gescheitert waren. Statt einer Bettenburg werden dort nun günstige Sozialwohnungen gebaut.

Den GBI-Plänen zufolge wird das denkmalgeschützte, leerstehende Gebäude, die sogenannte Pechhüttn, saniert. Darin wäre Platz für vier Wohnungen. Links und rechts davon wachsen Neubauriegel mit 38 weiteren Wohnungen in die Höhe, die bündig mit den benachbarten Häusern abschließen. Nach hinten entsteht ein Innenhof.

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Vom Unglück verfolgt: "Pechhüttn" in Fürth brennt

Am Freitagabend stieg dichter Rauch aus der "Pechhüttn" in Fürth. Die Feuerwehr konnte das Feuer in der Schwabacher Straße Ecke Karolinenstraße aber schnell löschen. Verletzt wurde laut Polizei niemand, denn das denkmalgeschützte Gebäude steht seit Jahren leer.


In den vergangenen Tagen wurden – rechtzeitig vor der Vogelbrutzeit – die alten Bäume auf der Brachfläche gefällt. Von ihnen kann aus bautechnischen Gründen kein einziger erhalten bleiben, die Stadt hatte die Rodung genehmigt. Betroffen seien fünf Bäume, die wegen ihres Stammumfangs von mehr als 80 Zentimeter eigentlich unter die Baumschutzverordnung fallen: drei Ahorn sowie jeweils eine Kastanie und eine Eibe; außerdem drei weitere Bäume ohne Schutzstatus. Sie alle stehen den Neubauten sowie einer Tiefgarage mit rund 25 Stellplätzen im Weg.

GBI muss zum Ausgleich entweder 25 neue Bäume pflanzen oder Ablöse bezahlen. Acht Bäume will das Unternehmen nach Abschluss der Arbeiten im neuen Innenhof setzen. Für die restlichen 17 würden dann je rund 880 Euro an die Stadtkasse fällig.

Zuletzt hatte die Pechhüttn für Schlagzeilen ganz anderer Art gesorgt. 2016 fanden Jugendliche auf dem Dachboden einen toten Obdachlosen. Wie sich später herausstellte, war er Opfer eines Gewaltverbrechens geworden.Im Sommer 2017 schlugen plötzlich Flammen aus dem Gebäude. Die Feuerwehr hatte den Brand aber rasch unter Kontrolle.

Der Name "Pechhüttn" rührt vermutlich von einer ehemaligen Pechfabrik her, die auf dem Gelände stand. Das Haus selbst war 1831 ursprünglich als Ausflugslokal vor den Toren der Stadt errichtet worden und gilt als eines der ältesten Gebäude der Südstadt.

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Vor Urzeiten mal eine Ausflugsgaststätte wurde das Sandsteingebäude 1831 als "erstes Haus der Südstadt" gebaut. Mittlerweile ist die Stadt gewachsen und das Gebäude steht mitten in der Stadt - leer. Sein letzter Bewohner verließ es in den 80er Jahren. Seither ist das Haus dem Verfall preisgegeben. Im Rahmen der Achitekturwoche durften einige Interessierte einen Blick in das alte Gemäuer werfen. Dabei entstanden diese Bilder.


 

Johannes Alles

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