Fürther Sudhaus: In zehn Wochen wird gezapft

17.7.2018, 11:44 Uhr
Das hier wird ein Tresen: Einer der alten Sudkessel wurde aufgeschnitten und angehoben, um daraus die Gäste bewirten zu können.

Das hier wird ein Tresen: Einer der alten Sudkessel wurde aufgeschnitten und angehoben, um daraus die Gäste bewirten zu können. © Foto: Hans-Joachim Winckler

Sie hatten auf eine Eröffnung im März gehofft, dann hieß es "zur Jahresmitte", jetzt gibt es einen neuen Termin: den 1. Oktober 2018. Wie sicher ist das Datum? "Wir werden dann zu 99 Prozent aufmachen", kündigt Fabian Faßmann an, der das Lokal zusammen mit zwei Freunden von der Brauerei Boeheim aus Pegnitz führen wird. Das eine Prozent Restzweifel bleibt, weil es das Team nicht selbst in der Hand hat – denn für den Umbau ist der Eigentümer des Gebäudes verantwortlich, die Firma MIP. Aber Faßmann versichert: "Sie sind bautechnisch auf der Zielgeraden und geben richtig Gas."

Zu 100 Prozent fest steht der neue Name des Lokals: "Humbser und Freunde". Dazu musste die Tucher Bräu ihr Einverständnis geben; sie hält die Markenrechte an der alten Fürther Humbser, die 1972 von Patrizier geschluckt worden war. Der neue Name spielt also zum einen auf die Vergangenheit des Areals an und zum anderen auf befreundete Brauereien, auf deren Fassbier sich die Gäste freuen können. Neben Boeheim sind das: Grüner, Gutmann, Lammsbräu, Pyraser und Schanzenbräu. Außerdem soll es – als Überraschung – einen Haussud geben. "Unser siebtes Bier am Hahn", so Faßmann. Dieses Septett sei als "eine Reise durch die fränkische Bierlandschaft" zu verstehen und repräsentiere die verschiedenen Bierstile der Region.

Zusätzlich wollen die Macher ihren Gästen Bier von kleineren fränkischen Brauereien, etwa aus Forchheim, von regionalen Craftbrauern wie OrcaBrau sowie wechselnde internationale Biere kredenzen. Alles in allem soll der Gerstensaft aus zwölf Zapfhähnen strömen. Dazu kommen noch verschiedene Flaschenbiere. Die Küche von "Humbser und Freunde" beschreibt Faßmann als "fränkisch- regional und saisonal". Neben Klassikern wie Schäufele soll es moderne und vegetarische Schmankerl geben.

Ein Bild davon, was derzeit im Sudhaus entsteht, kann man sich schon an diesem Wochenende machen. Zum Höfefest wollen "Humbser und Freunde" sowie das Café Portier, das am Samstag im Pförtnerhäuschen Eröffnung feiert, Gäste in ihrem gemeinsamen Biergarten bewirten. Obendrein gibt es Führungen durch das Gebäude aus dem Jahre 1911.

Mehr Informationen über das "Humbser und Freunde" in unserer Rubrik Essen und Trinken!

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