Gefahrenpunkt an der Stadtgrenze

5.4.2018, 21:00 Uhr

© Foto: Michael Matejka

Nürnbergs Baureferent Daniel Ulrich sieht an mehreren Brennpunkten in seiner Stadt akuten Verbesserungsbedarf. Dazu zählt die Kreuzung an der Stadtgrenze, wo die Nürnberger und Fürther Straße auf die Höfener Straße und Ludwig-Quellen-Straße treffen – und auf eine Auffahrt zum Frankenschnellweg. Hier stieg 2017 die Zahl der schweren Unfälle auf 14 (mit sechs Leichtverletzten), im Jahr davor waren es nur zehn.

Laut Nürnbergs Verkehrsplanerin Andrea Meier gilt "die Kreuzungsgeometrie mit einem großen Bereich und vielen verschiedenen Konstellationen" als Kernproblem. Als Folge wurden schon Leitlinien für Abbiegespuren aufgemalt. Da 2018 eine neue Ampelanlage installiert wird, werden nun weitere Veränderungen geprüft. Unter anderem wird darüber nachgedacht, getrennte Linksabbiegephasen einzurichten, was aber auf Kosten der Leistungsfähigkeit gehe, so Meier.

Fest geplant ist bereits die Verlegung des Radstreifens hin zur Mitte, um "Tote-Winkel-Unfälle" zu vermeiden. Auf diese Weise sei schon die Kreuzung an der Fürther Straße/Maximilianstraße sicherer gemacht worden.

Immer wieder hat die Kreuzung, die zu weiten Teilen auf Nürnberger Stadtgebiet liegt, auch die Fürther Lokalpolitik beschäftigt. Nach Azemis Unfall drängten die Stadträte der Linkspartei erneut darauf, den Gefahrenbereich zu einem Kreisverkehr – einem Turbo-Kreisel mit zwei Fahrspuren – umzugestalten. Schilder, Fahrbahnmarkierungen und Ampelschaltungen hätten hier in der Vergangenheit nicht den gewünschten Effekt gebracht, argumentierten sie. Unterstützt wurde ihr Antrag von den Grünen. Straßenverkehrsamtschef Hans-Joachim Gleißner erinnerte damals jedoch daran, dass die Kreuzung vor allem Nürnberger Sache sei. Und man sich dort bereits Gedanken mache.

In der Nähe, an der Ecke Sigmund-/Fürther Straße, lag übrigens ein weiterer Unfallschwerpunkt. Doch inzwischen ist die Zahl der Zusammenstöße dort deutlich gesunken.

 

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