Mittwoch, 25.11.2020

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Gefährliches Nadelöhr zwischen Stein und Oberasbach

Zwei Städte suchen nach einer Lösung für die Bahnunterführung an der Mühlstraße - 29.10.2020 10:00 Uhr

Im Grenzgebiet zwischen Stein und Oberasbach wird es eng. Die Bahnunterführung lässt kaum Platz, damit auch Fußgänger und Radfahrer sicher sind.

27.10.2020 © Foto: Hans-Joachim Winckler


Vorfahrtsberechtigt sind die Fahrer, die in Richtung Stein unterwegs sind. Wer nach Oberasbach will, muss in einen Verkehrsspiegel blicken, um zu wissen, ob ein Auto kommt und er warten muss.

Die Engstelle ist insbesondere für Radfahrer und Fußgänger gefährlich. Schon seit einigen Jahren wird im Steiner und Oberasbacher Stadtrat gegrübelt, wie man Abhilfe schaffen könnte, denn schließlich ist die Strecke die schnellste Verbindung zwischen den beiden Städten.

Problem der Statik

Erst jüngst trafen sich deshalb bei der Bahnunterführung die Mitglieder der beiden Bauausschüsse, um sich erneut ein Bild zu machen. Dabei entstand die Idee, mehr Platz zu schaffen, indem man die kleinen Böschungen rechts und links der Fahrbahn entfernt. Ob dies jedoch Probleme für die Statik der aus dem späten 19. Jahrhundert stammenden Eisenbahnbrücke mit sich bringt, muss erst noch geklärt werden.

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Ein weiterer Vorschlag, der schon seit mindestens 2018 auf dem Tisch liegt, ist eine Ampellösung. Dabei würde eine Pkw-Spur zugunsten eines Fuß- und Radweges aufgegeben. Der motorisierte Verkehr hätte abwechselnd in jeweils eine Richtung Grün.

Verkehrszählung vor dem Umbau

Bevor es jedoch zu einer Lösung kommt, sei zunächst eine Verkehrszählung nötig, entschieden die Gremien der beiden Städte. Sie soll jeweils einen Monat vor, während und nach der Aufstellung einer provisorischen Ampel stattfinden. Beginn wird im nächsten Frühjahr sein. Die Kosten wollen sich die beiden Städte teilen.

Einige Stadtratsmitglieder wiesen darauf hin, dass eine Ampel Ausweichverkehr zur Folge haben könnte. Um Wartezeiten zu vermeiden, könnten Autofahrer die Strecke über die Oberweihersbucher Straße und durch den Altort Oberweihersbuch wählen.

Während in Stein einstimmig für das Vorgehen votiert wurde, stimmten in Oberasbach die Ausschussmitglieder nur mehrheitlich dafür.

bd

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