Gerechtigkeit für Mütter

15.11.2012, 09:33 Uhr
In Langenzenn sammelten die FU-Kreisvorsitzende Andrea Barz (links) und Adelheid Seifert (Mitte) von der FU Zirndorf Unterschriften.

In Langenzenn sammelten die FU-Kreisvorsitzende Andrea Barz (links) und Adelheid Seifert (Mitte) von der FU Zirndorf Unterschriften. © Hans Esterl

Hintergrund der Aktion ist eine 1992 unter der Regierung Kohl eingeführte Regelung: Mütter, deren Kinder 1992 oder später geboren sind, erhalten in der Rente pro Kind monatlich 84,21 Euro für ihre Erziehungsleistung, Frauen mit früher geborenen Kindern hingegen nur ein Erziehungsjahr gutgeschrieben. Dies entspricht in Westdeutschland einer monatlichen Rente von 28,07 Euro pro Kind. Diese Gerechtigkeitslücke soll mit der anstehenden Rentenreform geschlossen werden: „84,21 Euro pro Kind für alle künftigen Rentnerinnen“, lautet die Forderung.

Auf dem Rewe-Parkplatz in Langenzenn wurde deutlich, wie wichtig die Aktion ist. Denn nicht nur Frauen, auch die Männer zeigten sich angesichts dieses „leisen und verschwiegenen“ Fehlers im System erstaunt. Deutlich wurde auch, dass allein das Stichwort „Rente“ unmittelbar das Interesse weckt: Die Befragten zeigten sich angesichts des Themas höchst sensibilisiert.

182 Unterschriften kamen in nur einer Stunde zusammen. Weitere FU-Ortsverbände wollen im Landkreis mit Ständen über die Thematik informieren.

 

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