Grafflmarkt: Beschwerde gegen Ausschankstopp läuft

16.9.2014, 14:29 Uhr
Nach dem Graffeln treffen sich viele Fürther auf ein Bier in der Gustavstraße. Die Geräuschkulisse beim Ausschank bis 1 Uhr nachts sei den Anwohnern jedoch nicht zuzumuten, meinen die Ansbacher Richter.

© Archivfoto: Hans-Joachim Winckler Nach dem Graffeln treffen sich viele Fürther auf ein Bier in der Gustavstraße. Die Geräuschkulisse beim Ausschank bis 1 Uhr nachts sei den Anwohnern jedoch nicht zuzumuten, meinen die Ansbacher Richter.

Wie lange werden die Besucher des 75. Grafflmarktes an diesem Freitag feiern können? Ausnahmsweise bis 1 Uhr, dies hatte die Stadt für die Nacht zum 20. September auf den Freischankflächen ursprünglich festgelegt. Doch das Verwaltungsgericht Ansbach gab am Freitag der Klage eines ehemaligen Anwohners statt, der gegen den verlängerten Ausschank im Freien protestierte. Aufgrund der Lärmbelästigung setzte das Gericht daraufhin ein Ende der Feierlichkeiten in einem Teil der Gustavstraße auf 22 Uhr fest.

Das will die Stadt jedoch nicht auf sich beruhen lassen - sie legte nun bei der nächsthöheren Instanz, dem Verwaltungsgerichtshof in München, Beschwerde gegen die Ansbacher Entscheidung ein. Die Hoffnung, dass die Richter in der Landeshauptstadt den Ausschankstopp bis Freitag kassieren, ist groß.  "Alle blicken gespannnt nach München", so Fürths Oberbürgermeister Thomas Jung (SPD) am Dienstag gegenüber den Fürther Nachrichten.

Nach derzeitigem Stand gäbe es in der Kleeblattstadt am Freitag eine "geteilte Feierzone", fünf  von 15 Wirten müssten den Zapfhahn früher zudrehen: Drei Gastronomen in der Gustavstraße und zwei am Waagplatz sind vom Ausschankstopp betroffen - solange keine Nachricht aus München eintrifft.

Auch die Bürger wollen sich mit der Entscheidung nicht abfinden. Hunderte Menschen wollen zum Grafflmarkt Kerzen in der Gustavstraße anzünden.

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