Grafflmarkt: Flashmob für eine lebendige Kneipenstraße

27.6.2015, 00:15 Uhr
Überraschung um 21 Uhr: Den Grafflmarkt nutzten die Anhänger von "Wir sind die Gustavstraße" (in grünen T-Shirts) zu einem Flashmob mit Gesang und Luftballons.

© Hans-Joachim Winckler Überraschung um 21 Uhr: Den Grafflmarkt nutzten die Anhänger von "Wir sind die Gustavstraße" (in grünen T-Shirts) zu einem Flashmob mit Gesang und Luftballons.

Mit der Idee überraschte die Initiative "Wir sind die Gustavstraße" die Besucher. Zettel mit Liedtexten wurden ausgeteilt, damit auch jeder bei der Aktion mitmachen konnte: Lauthals wurde die Melodie von "Freude, schöner Götterfunken" angestimmt - freilich mit einem veränderten Text: "Freude, schöne Gustavstraße, du bist das Juwel der Stadt! Denn es gibt kaum einen Fürther, der hier nicht gefeiert hat!"

Beseelt sang die Menge mit. Dazu ließen die Hauptakteure vor dem Gasthaus "Grüner Baum" grüne Luftballons in den Himmel steigen. Mit der Aktion machte sich die Initiative einmal mehr stark für eine lebendige Kneipenstraße, in der auch weiterhin Feste möglich sein sollen. Tagsüber hatten die Mitglieder der Interessengemeinschaft erneut Unterschriften gesammelt, die den Gesetzgeber dazu bewegen sollen, die Lärmgrenzwerte anzuheben und dem modernen Ausgehverhalten anzupassen. In den vergangenen Monaten kamen bereits mehr als 12.000 Unterschriften zusammen, sie sollen im Juli dem bayerischen Landtag übergeben werden.

Unterstützt wurde die Initiative von mehreren Musikern und Gruppen: vom Sänger André Sade, vom VCP Stamm Franken (Verband Christlicher Pfadfinder), von Sängerinnen und Sängern der Musikschule Fürth, vom Spielmannszug des Narren-Clubs Nürnberg und vom Posaunenchor Worzeldorf.

Gefeiert werden durfte vor den Kneipen am Waagplatz und im Herzen der Gustavstraße bis Mitternacht. Darauf hatten sich die Stadt und drei Kläger schließlich geeinigt. Für die Gaststätten, die in nächster Nähe zu den Anwesen der drei Kläger liegen, will die Stadt Fürth auch in Zukunft die 24-Uhr-Regelung für den Grafflmarkt beibehalten. Andere Lokale, gegen die nicht gerichtlich vorgegangen wird, durften ihre Gäste bis 1 Uhr im Freien bewirten.

 

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