Grafflmarkt in Fürth: Bühne am Waagplatz bleibt

25.6.2015, 15:26 Uhr
Eilantrag abgelehnt: Auch beim Grafflmarkt am Freitag darf auf dem Waagplatz - wie hier beim Fürth Festival - eine Bühne stehen.

© Hans-Joachim Winckler Eilantrag abgelehnt: Auch beim Grafflmarkt am Freitag darf auf dem Waagplatz - wie hier beim Fürth Festival - eine Bühne stehen.

Das hat das Gericht am Donnerstagmittag mitgeteilt. Tags zuvor hatte es drei Klägern in anderer Sache Recht gegeben: Die Lärmbelastung, die von einem verlängerten Außenausschank der Wirte ausgehe, sei unzumutbar für die Anwohner, argumentierten die Richter. Mehrere Kneipen, die sich in nächster Nähe zu den Anwesen der Kläger befinden, müssen damit diesmal früher Schluss machen: Wenn um 22 Uhr der Verkauf an den Ständen endet, müssen sie die Bestuhlung auf den Freischankflächen auf Normalmaß reduzieren, eine Stunde später soll Ruhe einkehren.

Im Fall der Bühne sehen die Richter jedoch keinen Handlungsbedarf: Der Grafflmarkt sei "für Fürth eines der traditionellen und prägenden Freiluftfeste", heißt es, ein besonderes Ereignis also, bei dem nach der Freizeitrichtlinie ein gelockerter Anwohnerschutz erlaubt sei. Das Bühnenprogramm sei fester Teil dieser beliebten Veranstaltung, der "Grafflmarkt sei auch durch Musikdarbietungen geprägt". Der Ausschank nach 22 Uhr hingegen gehört für das Gericht ausdrücklich nicht zwingend zum Markt.

Wie aus der Pressemitteilung hervorgeht, wurde die Tatsache gewürdigt, dass die Stadt Fürth "für eine Limitierung des Lärms Sorge getragen" hat. So ist das Bühnenprogramm am Freitag (ab 16 Uhr) nur bis 22 Uhr geplant, ab 21 Uhr unverstärkt. Am Samstag wird der Waagplatz von 9 bis 15 Uhr bespielt. Die Stadt hatte darüber hinaus die Einpegelung der Musikanlage auf maximal 80 d(B)A angeordnet.

Bemerkt haben die Richter zudem, dass die Zahl der Bühnen bereits von früher zwei auf eine verringert worden ist. Eine Verlegung des Spielorts innerhalb des Marktes, wie sie der Kläger gefordert habe, würde auch den Lärm nur verlagern.

Gegen den Beschluss des Gerichts zum Ausschank hat die Stadt Fürth inzwischen Beschwerde beim Bayerischen Verwaltungsgerichtshof in München eingelegt - in der Hoffnung, dass diese die Entscheidung aus Ansbach noch in letzter Minute kippt.

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