Grüne Halle: Der Traum von der Markthalle ist geplatzt

22.8.2016, 08:00 Uhr
2004 startete sie mit großen Erwartungen - 2011 platzt der erste Traum: Die Grüne Halle scheiterte als Markthalle und öffnete seitdem nur noch für Veranstaltungen. 2016 steht sie auch damit vor dem Aus.
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© Günter B. Kögler

Die ehemalige US-Sporthalle, die in den 50er Jahren errichtet wurde, liegt mitten im Südstadtpark.
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© Stadt Fürth

Nach dem Abzug der Amerikaner stand die markante Halle zunächst leer und wartete im Zuge der Konversion auf eine neue Nutzung.
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© Hans-Joachim Winckler

Anfang 2003 gingen die Betreiber im ihrem Konzept
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© Hans-Joachim Winckler

Ihnen schwebte eine zweigleisige Nutzung als Markthalle mit hochwertigen Spezialitäten einerseits und als Veranstaltungsort mit Flair andererseits vor.
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© Hans-Joachim Winckler

Dazu mussten im Inneren der ehemaligen Sporthalle umfangreiche Sanierungs- und Umbauarbeiten geleistet werden, die...
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© Hans-Joachim Winckler

...für eine Verzögerung der Eröffnung sorgten. Die sechs Betreiber investierten fünf Millionen Euro, unter anderem sollte die Halle eine exzellente Akustik bieten.
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© Hans-Joachim Winckler

Blick durch ein Modell: die Halle mit ihren imposanten Eisenträgern.
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© Hans-Joahcim Winckler

Im März 2004 war es dann soweit: Zur Eröffnung der Halle strömten zahleiche Besucher in die Südstadt und zeigten sich sehr angetan von dem hochwertigen Angebot an Salami, Gemüse, Wein und Käse.
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© Hans-Joachim Winckler

Skeptische Zeitgenossen fragten sich aber damals schon, ob das Angebot auf Dauer genügend Kunden finden wird, auch wenn es rings um die Halle immer mehr Menschen zum Wohnen in schicke Lofts zog.
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© Hans-Joachim Winckler

Nur knapp drei Wochen nach der Eröffnung meldeten die Fürther Nachrichten von ersten Problemen, zum Beispiel mit der Anfahrt und der Parkplatzsuche, ...
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© Hans-Joachim Winckler

...während die Händler drinnen Zeitung lesend auf Kundschaft warteten...
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© Hans-Joachim Winckler

Wenig zu klagen hatte Fischhändler Christian Kurz, der bis zuletzt auf seine Stammkunden zählen konnte.
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© Hans-Joachim Winckler

Im Januar 2006 bekannte sich die Stadt Fürth demonstrativ zur Grünen Halle und lud dorthin zum Jahresgespräch ein.
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© Hans-Joachim Winckler

Wenige Wochen zuvor feierte die Stadt in der ehemaligen Turnhalle der US-Soldaten zehn Jahre Konversion, mit dem Südstadtpark und der Grünen Halle als Vorzeigeprojekte.
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© Hans-Joachim Winckler

Besucherströme zog die Halle in all den Jahren bei Veranstaltungen wie dem japanischen Kirschblütenfest an, ...
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Besucherströme zog die Halle in all den Jahren bei Veranstaltungen wie dem japanischen Kirschblütenfest an, ... © Ralf Rödel

...das ein Stück Asien nach Fürth brachte.
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...das ein Stück Asien nach Fürth brachte. © Ralf Roedel

Ebenso wie das Thailand-Fest Sawadee.
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© Hans-Joachim Winckler

Beliebt waren rasch auch Konzerte wie hier von Max Greger junior mit Drummer Matthias Rosenbauer.
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© Hans-Joachim Winckler

Als Veranstaltungsort wurde die Halle immer beliebter, hier eine Silvesterfeier.
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© Joachim Sobczyk

Der Deutschlandfunk machte bereits mit Moderatorin Nana Brink Station in der Grünen Halle.
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© Hans-Joachim Winckler

Theatergruppen und Tanz-Ensembles nutzten die Halle regelmäßig - hier die Aufführung home run des SETanztheaters.
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© Hans-Joachim Winckler

Vor der Halle sind die Boule-Bahnen seit der Einweihung des Südstadtparks rege nachgefragt.
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© Gunhild Rübekeil

Quer durch die Grüne Halle verlief in den letzten Jahren die Strecke beim Metropol-Marathon.
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© Martin Bartmann

Beim Schottenfest 2010 trat die Tänzerin und Choreografin Susanna Curtis auf.
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© Gunhild Rübekeil

Im Jahr darauf sorgte die Modenschau der Nürnberger Berufsschule für Aufsehen.
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© Hans-Joachim Winckler

Anstoßen aufs geschaffte Abi in der Grünen Halle.
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© Hans-Joachim Winckler

Diwali - das indische Lichterfest in der Grünen Halle.
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© Hans-Joachim Winckler

2007 schaute der Pizzabäcker-Weltmeister Severion Bovino in der Südstadt vorbei.
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© Sabine Rempe

Dolce vita mit italienischer Modenschau 2009.
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© Hans-Joachim Winckler

Einmal im Jahr sah man Männer in Röcken in der Halle - beim Schottenfest.
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Einmal im Jahr sah man Männer in Röcken in der Halle - beim Schottenfest. © Horst Linke

Auch für politische Veranstaltungen und Firmenfeiern wurde die Halle gerne gebucht. Mit ihrer Größe - 200 bis 600 Menschen haben Platz - besetzt sie laut Oberbürgermeister Thomas Jung eine Nische in der Metropolregion. Gut erinnert sich Jung noch an die Verleihung des Ludwig-Erhard-Preises 2009 mit dem damaligen CSU-Hoffnungsträger zu Guttenberg in der Grünen Halle.
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© Hans-Joachim Winckler

Die Halle wurde zur festen Adresse fürs Snooker-Turnier Paul Hunter Classic.
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Die Halle wurde zur festen Adresse fürs Snooker-Turnier Paul Hunter Classic. © Andreas Goldmann

Manga-Treffen beim japanischen Kirschblütenfest - das 2016 erstmals ausfiel: Der Lärmstreit mit einzelnen Nachbarn hatte sich so zugespitzt, dass sich die Betreiber nicht in der Lage sahen, das teure Fest zu stemmen.
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Manga-Treffen beim japanischen Kirschblütenfest - das 2016 erstmals ausfiel: Der Lärmstreit mit einzelnen Nachbarn hatte sich so zugespitzt, dass sich die Betreiber nicht in der Lage sahen, das teure Fest zu stemmen. © Anestis Aslanidis

Nur wenige Wochen, bevor die Halle als Marktplatz geschlossen wurde, pflanzte Oberbürgermeister Thomas Jung mit der Vertreterin des Japanischen Generalkonsulates München Yoshie Funaki-Kobayashi einen Ginkgobaum...
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2014 und 2015 wurde es einzelnen Anwohnern zu viel: Nicht die Feste wie das Schottenfest störten sie, aber die Häufigkeit, mit der in der Halle Hochzeiten und Firmenveranstaltungen gefeiert wurden - teils bis in die Nacht. Der Lärmstreit landete vor Gericht.
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2014 und 2015 wurde es einzelnen Anwohnern zu viel: Nicht die Feste wie das Schottenfest störten sie, aber die Häufigkeit, mit der in der Halle Hochzeiten und Firmenveranstaltungen gefeiert wurden - teils bis in die Nacht. Der Lärmstreit landete vor Gericht. © Horst Linke

Und für die Richter war die Sache klar: Die Baugenehmigung erlaubt nur den Betrieb bis 22 Uhr - ohne Ausnahmen. Der Graben zwischen Anwohnern und Betreiber war schon zu tief, um einen Kompromiss zu finden. Die Folge: Er verkaufte die Halle. Nun sollen Büros einziehen.
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Und für die Richter war die Sache klar: Die Baugenehmigung erlaubt nur den Betrieb bis 22 Uhr - ohne Ausnahmen. Der Graben zwischen Anwohnern und Betreiber war schon zu tief, um einen Kompromiss zu finden. Die Folge: Er verkaufte die Halle. Nun sollen Büros einziehen. © Archivfoto: Hans Winckler