Grüne Halle in Fürth: Auktion ums Inventar

18.2.2017, 10:00 Uhr
Gastronomie-Zubehör, wie dieser Tresen oder die Barhocker, soll die Grüne Halle verlassen haben, ehe die Architekten einziehen.

Gastronomie-Zubehör, wie dieser Tresen oder die Barhocker, soll die Grüne Halle verlassen haben, ehe die Architekten einziehen. © Foto: privat

Das Nürnberger Unternehmen Restlos Handels + Service GmbH, spezialisiert auf Industrieverwertungen, sorgt im Auftrag des neuen Eigentümers dafür, dass Überbleibsel aus dem asiatischen Lokal oder der Wein-Ecke neue Besitzer finden. Versteigert werden 175 Produkte oder Produktgruppen, darunter Kleinigkeiten wie Boxen mit Besteck, Abfalleimer oder Serviertabletts ebenso wie Kühltheken, Tresen, Schränke, Vitrinen, Edelstahltische und sogar die Vogel-Skulptur vor dem Gebäude. Die Startpreise liegen zwischen einem Euro für einen Käseschneider und 1950 Euro für einen Ausschanktisch.

Wie Susanne Meyer von der Firma Restlos auf FN-Nachfrage sagte, richtet sich die Auktion vor allem an gewerbliche Kunden. Interessenten müssen sich zunächst auf der Internetseite www.restlos.com registrieren, ehe sie Gebote abgeben können. Am Samstag zwischen 13 und 15 Uhr bestand dann in der Grünen Halle die Möglichkeit, sich alle Dinge anzuschauen und das eine oder andere auch mal in die Hand zu nehmen. An diesem Montag schließlich endet die Versteigerung zwischen 14 und 16 Uhr.

Kita fest eingeplant

Laut Meyer soll die Grüne Halle, die von 2003 an Markt- und Veranstaltungsort war, im März leer sein, sodass der neue Eigentümer, das (bisher) Nürnberger Architekturbüro Hübsch Ramsauer Harlé, einziehen kann. Wie berichtet, wollen sich die Architekten auf der lichtdurchfluteten Galerie ein abschließbares "Open Space Office" einrichten.

Inzwischen steht auch fest, dass das Erdgeschoss, wo nach Vorstellung der Architekten im Bereich der Eventfläche weiterhin Vorträge oder Lesungen stattfinden könnten, eine Kindertagesstätte mit zwei Kindergarten- und zwei Krippengruppen beherbergen wird.

Jugendamtsleiter Hermann Schnitzer sagte nun, Träger werde das Kinder- und Jugendhilfezentrum Fürth (KJHZ), das bereits eine Krippe in der Bäumenstraße betreibt. Schnitzer hofft, dass die Kita, die in dem der Flößaustraße zugewandten Trakt untergebracht wird, ab Herbst startklar ist. Wegen der großen Fenster und der Lage im Südstadtpark schwärmt er schon jetzt: "Das ist dann einer der schönsten Kindergärten, die wir in Fürth haben."

Der Artikel wurde aktualisiert.

 

 

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