Grüne wollen Weichen stellen

So komme es im Bauabschnitt zwischen Eltersdorf und Erlangen zu weiteren Verzögerungen. Die Station Paul-Gossen-Straße auf Erlanger Gebiet sollte Ende 2012 fertiggestellt werden, nun aber sei erst ab 2016 damit zu rechen. „Der Ausbau des S- Bahn-Ergänzungsnetzes war von Anfang geprägt von Pleiten, Pech und Pannen“, sagt Markus Ganserer vom Bezirksvorstand der Grünen in Mittelfranken.

Wie mehrfach berichtet, war es wegen der schleppenden Bauarbeiten und nicht rechtzeitig bereitgestellter neuer S-Bahn Züge im ersten Betriebsjahr immer wieder zu Verspätungen gekommen. Deshalb hat die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) dem S-Bahn-Betreiber DB Regio die sogenannten Bestellerentgelte im Jahr 2011 um 1,15 Millionen Euro gekürzt.

Die meisten Verspätungen kamen auf der Linie S1 von Nürnberg über Fürth nach Erlangen zustande. Hier lag die Pünktlichkeitsquote, so die Grünen, 2011 bei gerade einmal 84,8 Prozent. Bis zur endgültigen Fertigstellung der neuen Gleise werde es weiterhin regelmäßig zu Verspätungen kommen, prognostizieren sie.

Sie fordern, mit dem Einbau von zusätzlichen Weichen am nördlichen Ende des Fürther Bogens die dort bereits fertig verlegten S- Bahn Gleise und den Haltepunkt Unterfarrnbach an die vorhandene Bahnstrecke anzuschließen; das verbessere den Betriebsablauf deutlich. Ohne zusätzliche Weichen werde der Fürther Bogen über Jahre hinweg „eine nutzlose Investitionsruine bleiben, da Züge wie bisher ausschließlich über die alten Bestandsgleise fahren müssten“.

Doch noch, monierte die Partei, streiten sich Bahn und Freistaat darüber, wer die Weichen bezahlen soll. „Dieser Hickhack ist den leidgeplagten Pendlern nicht mehr vermittelbar“, so Ganserer. Er fordert die Verantwortlichen auf, die Zwischenlösung „umgehend umzusetzen“.
 

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