Harmonische Suche nach Investoren

16.6.2011, 09:00 Uhr

© Händel

Wie berichtet, sind noch drei Firmen im Rennen um das Einzelhandelsprojekt mit maximal 15000 Quadratmetern Verkaufsfläche: die Firmen MIB (Berlin/Leipzig, unter anderem verantwortlich für das AEG-Areal Nürnberg), ATP/Ten Brinke (Innsbruck/Holland) und Fondara (München, baut das Ärztehaus am Fürther Bahnhofplatz). Vergangene Woche saßen deren Vertreter in der letzten Runde des seit März laufenden „wettbewerblichen Dialogs“ den Verhandlungsführern der Stadt gegenüber.

Themen waren hinter erneut verschlossenen Türen Grundstücks-, Rechts- und Finanzierungsfragen. Eine „langwierige Angelegenheit“, wie Horst Müller auf FN-Anfrage sagte, die aber „ohne Probleme“ über die Bühne gegangen sei. Nach wie vor zeigt sich die Stadtspitze angetan von dem, was sie in den Gesprächen zu hören bekommt — und dem Vernehmen nach geht es dem Projektbeirat nicht anders, in dem unter anderem Vertreter der Bürgerinitiative „Bessere Mitte“ und des Einzelhandels auf dem Laufenden gehalten werden.

„Sehr konstruktiv und einvernehmlich“ sei das jüngste Treffen des Gremiums verlaufen, das sich zur Verschwiegenheit verpflichtet hat. Die unverhoffte Harmonie ist nach Informationen unserer Zeitung auch darauf zurückzuführen, dass die Investoren viele Forderungen der Stadt beherzigen — und vor allem mit einem der heikelsten Punkte offenbar sehr sorgsam umgehen: Der Erhalt historischer Bausubstanz sei in ihren Konzepten weitgehend gewährleistet. 

Angebotsfrist endet mit Juni

Bis Ende Juni sollen nun die Unternehmen ihre Angebote abgeben, während der ersten Juliwoche bekommen sie letzte Gelegenheit, nachzubessern. Der weitere Fahrplan: Am 7. Juli stellen sich die drei Firmen dem Projektbeirat, Vertretern des Baukunst- und Arbeitnehmerbeirats sowie dem Stadtrat vor, am Abend desselben Tages will die Bürgerinitiative informieren. Am 14. Juli steht eine abschließende Sitzung des Projektbeirats an, der dem Stadtrat einen Bewerber empfehlen wird; das könne, müsse aber nicht derselbe sein wie der von der Stadt favorisierte, betont Müller.

In seiner Sitzung vom 27. Juli schließlich wird der Stadtrat einem Unternehmen den Zuschlag für das Projekt Einkaufsschwerpunkt erteilen. Der Gewinner soll sich und seine Pläne dann am 4. August in einer Bürgerversammlung der Öffentlichkeit präsentieren. Erst nach der Sommerpause ist der Architektenwettbewerb geplant, in dem Vorschläge für die künftige Gestaltung des ehemaligen Park-Hotels und des Fiedler-Hauses gesucht werden.

 

1 Kommentar