Mittwoch, 13.11.2019

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Harsche Kritik an Fürther Hotel-Plänen am Paisleyplatz

Verein fordert Umdenken: "Langweiliger Funktionsbau" neben der Stadthalle - 17.05.2015 06:00 Uhr

Umstritten: der Entwurf für das Hotel neben der Stadthalle. © Grafik: Seemüller


Das vorliegende Konzept eines Investors, von dem man aus den Fürther Nachrichten erfahren habe, nehme „keinerlei Bezug auf die umgebende Bebauung“. Der langgestreckte Hotel-Riegel mit Flachdach stehe „weder mit der Stadthalle noch mit der angrenzenden alten und neuen Bebauung in gestalterischem Dialog“, heißt es in einer Stellungnahme.

Die Größe des Gebäudes mit seinen vorgesehenen 240 Betten habe zudem „negative Signalwirkung“. In unmittelbarer Nachbarschaft zur historischen Altstadt bedürfe es weit höherer Sensibilität, denn: Der Entwurf, den man im Rathaus für akzeptabel hält, sei ein "langweiliger, auslastungsoptimierter Funktionsbau mit undefinierter Mischfassade".

Auch wenn der Altstadtverein ebenso wie die Kommune einen gewissen Mangel an Hotelbetten in Fürth konstatiert: Die Standortwahl hält er zwar rein wirtschaftlich für nachvollziehbar, aber für unglücklich. Der Verlust des Paisley-Platzes sei bedauerlich, habe er sich doch in Fürth "als Freiluft-Veranstaltungsort durchaus etabliert" und schaffe einen wohltuenden Abstand zwischen der dominanten Stadthalle und der angrenzenden Wohnbebauung.

Es handle sich beim Paisleyplatz um einen städtebaulich schwierigen Ort, und es bedürfe "großer Anstrengungen", hier überhaupt einen Neubau zu realisieren. Deshalb müssten die Fragen beantwortet werden, ob sich das Hotel in seiner Architektursprache auf die Stadthalle oder die benachbartem Wohnquartiere bezieht und welche Gestaltungsmerkmale den gewünschten Dialog betonen können. Gerade in jüngster Zeit gebe es "gute Beispiele für moderne Architektur in historischen Innenstädten".

hän

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